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    Montag, 1. September 2008: 14.55: arte Ludwig II. Filmbiografie, Deutschland, Frankreich, Italien, 1972, 115 min, FSK 12, Folge 1: 21.00: arte Ludwig II.

  • Luchino Visconti – Wikipedia

    Luchino Visconti (* 2. November 1906 als Conte Don Luchino Visconti di Modrone in Mailand; † 17. März 1976 in Rom) war ein bedeutender italienischer Theater - und Filmregisseur ...

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Luchino Visconti

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Luchino ViscontiLuchino Visconti

Luchino Visconti (1906-1976), italienischer Film-, Opern- und Theaterregisseur. Er war einer der bedeutendsten Regisseure des italienischen Films; seine erste Regiearbeit Ossessione (1942; Ossessione – Von Liebe besessen) markiert die Geburtsstunde des Neorealismus.

Luchino Visconti wurde am 2. November 1906 in Mailand geboren und stammte aus einer Aristokratenfamilie. Nachdem er eine Kavallerieschule besucht hatte, widmete er sich ab Mitte der zwanziger Jahre der Zucht von Rennpferden. In den dreißiger Jahren ging er nach Frankreich, wo er bei den Dreharbeiten zu Une partie de campagne (1936; Eine Landpartie) für Jean Renoir als Regieassistent arbeitete. Nach seiner Rückkehr nach Italien 1939 war er in der antifaschistischen Widerstandsbewegung aktiv und blieb auch fortan ein engagierter Fürsprecher linksgerichteter politischer Aktivitäten.

Seine erste eigenständige Regiearbeit, Ossessione (1942; Ossessione – Von Liebe besessen, nach dem bekannten Roman von James M. Cain), markierte die Anfänge des italienischen Neorealismus. Sein zweiter Film La terra trema (1947; Die Erde bebt), ebenfalls ein Meisterwerk des Neorealismus, schildert mit sozialkritischem Impetus die Probleme armer sizilianischer Fischer, die sich gegen die Ausbeutung durch Großhändler zur Wehr setzen. 1951 folgte Bellissima (Bellissima), eine Satire über die vergeblichen Bemühungen einer Frau, ihr unbegabtes Kind beim Film unterzubringen. In den fünfziger Jahren folgten opulent inszenierte, atmosphärisch dichte Historienfilme, die zu Viscontis Spezialität wurden. In Senso (1954; Sehnsucht), seinem ersten Farbfilm, ist die melodramatische Handlung vor dem Hintergrund des italienischen Befreiungskrieges angesiedelt. Rocco e i suoi fratelli (1960; Rocco und seine Brüder) erzählt die Geschichte einer sizilianischen Familie, die nach Mailand übersiedelt und dort mit der Lebenswelt der modernen italienischen Industriegesellschaft konfrontiert wird; in den Hauptrollen spielten Alain Delon, Claudia Cardinale und Annie Girardot. Einer der bedeutendsten Beiträge zum Genre der Literaturverfilmung war Il gattopardo (1962; Der Leopard) nach dem Roman von Giuseppe Tomasi di Lampedusa; darin kontrastiert Visconti die Welt der sizilianischen Aristokratie mit dem aufstrebenden Bürgertum. Der aufwendig ausgestattete Film wurde 1963 bei den Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet; in den Hauptrollen waren Burt Lancaster, Claudia Cardinale und Alain Delon zu sehen.

Ende der sechziger Jahre begann Visconti seine so genannte „Deutsche Trilogie”, die sich mit Stoffen aus der deutschen Literatur und Geschichte auseinandersetzt. Den Auftakt bildete La caduta degli dei (1968; Die Verdammten), der die Machtkämpfe und Intrigen eines deutschen Industriellen-Clans zur Zeit des Dritten Reiches schildert. Mit Morte a Venezia (1971; Der Tod in Venedig, mit Dirk Bogarde) gelang Visconti eine überzeugende Umsetzung von Thomas Manns Novelle, die den psychischen Auflösungsprozess eines deutschen Künstlers schildert, der sich in Venedig in einen schönen polnischen Knaben verliebt und an der Cholera stirbt. Ludwig (1972; Ludwig II.) erzählt die Lebensgeschichte des bayerischen Monarchen, verkörpert von Helmut Berger. Viscontis letzte beiden Filme, Gruppo di famiglia in un interno (1974; Gewalt und Leidenschaft) und L’innocente (1976; Die Unschuld), sind von morbid-schwelgerischer Schönheit und dokumentieren die zunehmend skeptische Lebenshaltung des alternden Regisseurs.

Neben seiner Tätigkeit als Filmemacher profilierte sich Visconti ab 1945 auch als internationaler Regisseur von Theaterstücken, Balletten und Opern. Er führte u. a. Regie in Stücken von Jean Anouilh, Jean Cocteau, Arthur Miller, Jean-Paul Sartre und Tennessee Williams. In den fünfziger Jahren machte sich Visconti auch einen Namen als Opernregisseur; sein Debüt gab er 1954 an der Mailänder Scala, wo er gefeierte Inszenierungen mit Maria Callas auf die Bühne brachte: La sonnambula (1955), La traviata (1955), Anna Bolena (1957) und Iphigénie en Tauride (1957). Weitere erfolgreiche Opernaufführungen unter Viscontis Regie waren in London Don Carlos (1958), Falstaff in Wien (1967) und Macbeth (1959), Salome (1961) sowie Manon Lescaut (1972) in Spoleto. Luchino Visconti starb am 17. März 1976 in Rom.

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