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    Dieser Artikel befasst sich mit dem Bauwerk Wartburg. Weiteres siehe Wartburg (Begriffsklärung).

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Wartburg

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Wartburg in EisenachWartburg in Eisenach

Wartburg, Burg in Thüringen, in der Martin Luther mit der Übersetzung des Neuen Testamentes (siehe Bibel) begann. Die Wartburg wurde zum ersten Mal um 1080 auf einem Bergfelsen oberhalb der Stadt Eisenach errichtet. Von 1211 bis 1227 lebte hier die heilige Elisabeth. Der mittelalterliche Bau war ein wichtiges Zentrum höfischer Kultur; hierauf nimmt die bekannte Spruchsammlung über den Sängerkrieg auf der Wartburg bezug, der angeblich im 13. Jahrhundert unter Hermann I. von Thüringen hier stattgefunden haben soll. 1485 wurde die Burg Eigentum der Herzöge (später Kurfürsten) von Sachsen. Martin Luther, der die Reformation 1517 ausgelöst hatte und nach seinem Bruch mit dem Papsttum 1520 vom Reichstag in Worms mit dem Kirchenbann belegt wurde, lebte von Mai 1521 bis März 1522 unter dem Schutz des Kurfürsten Friedrich III. von Sachsen auf der Wartburg. In den Jahren von 1838 bis 1890 wurde die weitgehend verfallene Burg im romantischen Stil wieder aufgebaut. Die Anlage wurde von der UNESCO 1999 zum Weltkulturerbe erklärt.

Ältester Gebäudeteil ist der Palas (um 1190 bis 1220), der Fresken von Moritz von Schwindt aufweist. Die Mittelburg mit Kemenate und Rüstkammer wurde nach altem Vorbild im 19. Jahrhundert errichtet, die so genannte Vorburg aus dem 16. Jahrhundert umfasst einen Torturm, ein Ritterhaus und eine Vogtei.

1817 fand hier das Wartburgfest statt, eine Versammlung von 500 Studenten, die von den Jenenser Burschenschaften organisiert worden war, um den 300. Jahrestag der Reformation zu feiern und freiheitliche, demokratische Reformen für Sachsen und das übrige Deutsche Reich zu fordern. Die feierliche Verbrennung von Büchern und Abbildern von Schriftstellern, die sie für reaktionär hielten, erinnerte daran, dass Luther selbst auch die päpstliche Bannandrohungsbulle verbrannt hatte; 1521 wurde er daraufhin aus der katholischen Kirche ausgeschlossen.

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