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Windows Live® Suchergebnisse Helene WeigelEnzyklopädieartikel
Helene Weigel (1900-1971), deutsche Schauspielerin und Theaterleiterin österreichischer Herkunft. Neben Therese Giehse gilt sie als bedeutendste Interpretin der Stücke ihres Mannes Bertolt Brecht. Weigel wurde am 12. Mai 1900 in Wien geboren. Ihr erstes Engagement erhielt sie 1918 am Neuen Theater in Frankfurt am Main. Fünf Jahre später übersiedelte sie nach Berlin, wo sie sich Erwin Piscator und seinem Ensemble anschloss. 1928 heiratete sie Bertolt Brecht, den sie sechs Jahre zuvor kennen gelernt hatte und in dessen Stück Die Mutter (nach Maksim Gorkij) sie 1932 die Titelrolle übernahm. Unter den Nationalsozialisten mussten beide 1933 Deutschland verlassen und flohen gemeinsam über Frankreich nach Dänemark. In Paris bzw. Kopenhagen spielte Weigel 1937 bzw. 1938 in Brechts Die Gewehre der Frau Carrar, bevor sie sich mit ihrem Mann in den USA niederließ. 1948 kehrte Weigel mit Brecht aus Hollywood zurück. Im schweizerischen Chur übernahm sie eine Rolle in der Antigone des Sophokles. Danach ging sie nach Ostberlin. 1949 wurde Weigel Leiterin des von Brecht gegründeten Berliner Ensembles und brillierte (ebenfalls 1949) in Brechts Mutter Courage und ihre Kinder. In weiteren Rollen, wie in Die Mutter (1951) oder in Der kaukasische Kreidekreis (1954), stellte sie ihre schauspielerische Persönlichkeit in den Dienst des epischen Theaters, wobei sie Brechts Theorien mit ihrer großen Ausdruckskraft zu verbinden wußte. Nach Brechts Tod 1956 ging Weigel mit dem Berliner Ensemble auf Tournee, u. a. nach England, Frankreich und in die UdSSR. 1965 glänzte sie in der Rolle der Volumnia in Brechts Adaption des Coriolan von William Shakespeare. Helene Weigel starb am 6. Mai 1971 in Ostberlin.
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