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Windows Live® Suchergebnisse Clara ZetkinEnzyklopädieartikel
Clara Zetkin (1857-1933), deutsche Politikerin. Clara Zetkin wurde am 5. Juli 1857 in Wiederau bei Rochlitz geboren. Nachdem sie zunächst als Lehrerin tätig gewesen war, schloss sie sich 1878 der deutschen Sozialdemokratie an. Nach In-Kraft-Treten des Sozialistengesetzes in Deutschland ging sie ins Exil in die Schweiz. 1882 zog sie nach Paris, wo sie 1889 maßgeblichen Anteil an der Gründung der Zweiten Internationale hatte. Nach Aufhebung des Sozialistengesetzes kehrte sie nach Deutschland zurück, baute hier die sozialdemokratische Frauenbewegung auf und gab von 1891 bis 1917 die SPD-Frauenzeitung Die Gleichheit heraus; ab 1907 leitete sie das neu gegründete Frauensekretariat der SPD. Ab 1914, während des 1. Weltkrieges opponierte Clara Zetkin, u. a. zusammen mit ihrer Freundin und Mitstreiterin Rosa Luxemburg, vehement gegen die deutsche Kriegspolitik und gegen den Burgfriedens-Kurs der Mehrheit der deutschen Sozialdemokraten. Aufgrund ihrer kompromisslosen Haltung kam sie während des Krieges mehrmals in Haft. 1915 organisierte sie in Bern eine internationale sozialistische Anti-Kriegs-Frauenkonferenz, 1916 war sie an der Gründung des Spartakusbundes beteiligt und 1917 an der Gründung der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USPD). 1919 trat sie der neu gegründeten Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) bei, die sie von 1920 bis 1933 als Abgeordnete im Reichstag vertrat. Von 1919 bis 1924 gehörte sie der Zentrale, von 1927 bis 1929 dem Zentralkomitee der KPD an. Von 1921 bis 1933 war Zetkin außerdem Mitglied des Exekutivkomitees der Komintern und ab 1925 Vorsitzende der Internationalen Roten Hilfe. In ihrer letzten Rede vor dem Reichstag, sie war dessen Alterspräsidentin, rief sie im August 1932 zum Kampf gegen den Nationalsozialismus auf. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 ging Clara Zetkin ins Exil in die Sowjetunion; sie starb wenig später, am 20. Juni 1933, und wurde an der Kremlmauer in Moskau beigesetzt.
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