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Windows Live® Suchergebnisse EremitageEnzyklopädieartikel
Eremitage (russisch Ermitaž), größtes öffentliches Museum in Russland und eines der bedeutendsten der Welt mit Sitz in Sankt Petersburg. Gegründet wurde die Eremitage 1764 von Katharina der Großen, um dem intimen Kreis ihres Hofes im Winterpalast von Sankt Petersburg (Kleine Eremitage) westeuropäische Kunstwerke zugänglich zu machen. Die Sammlung wurde von den nachfolgenden Zaren kontinuierlich ausgebaut. Nach einem Brand im Winterpalast 1837 beauftragte Nikolaus I. den bayerischen Hofarchitekten Leo von Klenze (1784-1864) mit dem Neuaufbau und weihte die Eremitage 1852 als öffentliches Museum wieder ein. Nach der Oktoberrevolution 1917 kam sie in Staatsbesitz. Heute befinden sich die Sammlungen der Eremitage in fünf miteinander verbundenen Gebäuden, zu denen auch der Winterpalast gehört. Die Eremitage verfügt über Exponate von der Antike bis zum 20. Jahrhundert, darunter russische, asiatische, islamische und indische Kunst, Graphiken, Gemälde, Münzen und Juwelen. Zur westeuropäischen Sammlung, in der besonders italienische, spanische, niederländische, deutsche, französische und englische Meister vertreten sind, gehören wichtige Werke von Leonardo da Vinci, Raffael, Giorgione, Caravaggio, Diego Velázquez, El Greco, Rembrandt und Peter Paul Rubens. Die Sammlung impressionistischer und postimpressionistischer Malerei beherbergt mehr als 35 Werke von Henri Matisse. Daneben werden Gemälde von Vincent van Gogh, Paul Cézanne, Paul Gauguin, Henri Rousseau und Pablo Picasso ausgestellt. Andere Sammlungen zeigen u. a. vorgeschichtliche Funde aus dem Altaigebirge und dem Kaukasus, den Goldschatz Peters des Großen, vorislamische und byzantinische Kunst sowie wertvolle objets d’art (Kunstgegenstände) aus den Werkstätten von Carl Fabergé.
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