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Gir Löwenschutzgebiet

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Asiatische Löwen in GujaratAsiatische Löwen in Gujarat

Gir Löwenschutzgebiet, Nationalpark im Süden des Bundesstaates Gujarat (Westindien). Das Gebiet wurde 1969 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und 1975 zum Nationalpark erklärt. Das 1 412 Quadratkilometer große Gir Löwenschutzgebiet (Gir Lion Sanctuary) liegt auf der Halbinsel Shaurashtra. Der innerhalb des Schutzgebiets liegende Nationalpark umfasst eine Fläche von 258 Quadratkilometern.

In diesem Naturschutzgebiet liegt eines der größten geschützten Waldgebiete Indiens, es ist der Überrest eines etwa 5 000 Quadratkilometer großen Gebiets, das bereits 1900 zum Schutz des seltenen Indischen Löwen (Panthera leo goojratensis) vorgesehen war. Die Einrichtung des Wildschutzgebiets wurde von britischen Kolonialbeamten, die sich um die drohende Ausrottung dieser Löwenrasse sorgten, dem damaligen Herrscher des Gebiets, dem Nawab von Junagadh, vorgeschlagen. Im Jahre 1913 gab es nur noch 20 Löwen. Aber erst 1948, nach der Unabhängigkeit Indiens, wurde die Löwenjagd gänzlich verboten. Der natürliche Lebensraum wurde durch die fortgesetzte Gewinnung von Ackerland immer weiter dezimiert, bis dieser Entwicklung durch die Einrichtung eines Naturschutzgebiets 1969 Einhalt geboten wurde.

Inzwischen hat sich die Einrichtung des Löwenschutzgebiets als Erfolg erwiesen: Heute durchstreifen etwa 300 Tiere den Park. Doch bringt die zunehmende Vermehrung der Löwen Probleme für die Parkleitung und die dortigen Fachleute, da das Schutzgebiet nicht mehr genug Lebensraum für die Tiere bietet und einige bereits die Grenzen des Parks überschritten haben. Nationalpark und Löwenschutzgebiet beherbergen neben den Löwen eine Reihe weiterer Tiere wie Vierhornantilopen, Nilgauantilopen und zahlreiche Reptilien. Zudem gibt es über 200 Vogelarten, darunter den Pfau, Indiens Wahrzeichen.

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