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Windows Live® Suchergebnisse BruttoinlandsproduktEnzyklopädieartikel
Bruttoinlandsprodukt (BIP), der Wert aller Güter (Sachgüter und Dienstleistungen), die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (meist eines Jahres) in einem Land erzeugt werden. Dazu gehören auch die Güter der im Inland ansässigen ausländischen Unternehmen. Das Bruttoinlandsprodukt spiegelt die gesamte wirtschaftliche Leistung eines Landes wider. Bei internationalen Vergleichen dient es oft als Gradmesser für die wirtschaftliche Leistungskraft der einzelnen Länder. Es lässt sich nach zwei Verfahren erstellen. Bei der Entstehungsrechnung (1) wird zunächst der Produktionswert ermittelt, der angibt, wie viele Sachgüter und Dienstleistungen in den einzelnen Wirtschaftssektoren produziert wurden. Vom Produktionswert muss der Verbrauch von Vorleistungen abgezogen werden, um mehrfache Anrechnungen zu vermeiden; Vorleistungen sind z. B. Produkte, die ein Unternehmen bei der eigenen Produktion verwendet, die aber von anderen Firmen stammen. Die Differenz von Produktionswert und Vorleistungen nennt man Bruttowertschöpfung. Sie wird um Gütersteuern (z. B. Mineralöl- oder Mehrwertsteuer) ergänzt und um Gütersubventionen vermindert, so dass man schließlich das BIP erhält. Die andere Möglichkeit zur Berechnung des BIPs ist die Verwendungsrechnung (2). Dabei werden die Ausgaben für Sachgüter und Dienstleistungen ermittelt, d. h., es wird im Prinzip die Summe aus den Konsumausgaben privater Haushalte, den Staatsausgaben sowie den Ausgaben für Investitionen und den Exportüberschüssen gebildet. Das nominale BIP wird zu Marktpreisen des Erhebungsjahres berechnet. Für die Ermittlung des tatsächlichen Wirtschaftswachstums bietet das nominale BIP allerdings eine ungenaue Grundlage. Zu diesem Zweck nutzen Statistiker das reale BIP, bei dem noch zusätzlich die Preisveränderungen im Vergleich zu einem Bezugsjahr in die Berechnung einfließen. Siehe auch Wachstumsrate Das BIP pro Kopf gilt als Gradmesser des Lebensstandards der Bevölkerung eines Landes. Es wird berechnet, indem man das BIP eines Landes durch die Einwohnerzahl teilt. Dieser Wert wird oft in US-Dollar ausgedrückt. Weil das BIP pro Kopf nicht die Lebenshaltungskosten innerhalb eines Landes berücksichtigt, halten es einige Fachleute für besser, den Lebensstandard zu beurteilen, indem man das BIP in Kaufkraftparitäten ausdrückt. Diese Schätzungen werden normalerweise auf einer Skala von 1 bis 100 dargestellt, wobei die USA dem Wert 100 entsprechen. Siehe auch Kaufkraft Anders als das BIP pro Kopf berücksichtigt der Human Development Index (HDI) zur Beurteilung der Lebensqualität in einem Land auch soziale Komponenten. Siehe auch Bruttosozialprodukt
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