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  • Hagiographie – Wikipedia

    Die Hagiographie (aus altgriech. ἅγιον „heilig“ und γράφειν „schreiben“), auch Hagiografie, umfasst sowohl die Darstellung des Lebens von Heiligen (vgl. Vita ...

  • DAV-Buchhandlung -

    Hagiographie im Kontext Wirkungsweisen und Möglichkeiten historischer Auswertung ISBN 978-3-515-07399-8. Beiträge zur Hagiographie Band 1 €

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Hagiographie

Enzyklopädieartikel

Hagiographie (von griechisch hagios: heilig und graphein: schreiben), Bezeichnung für die Erforschung und Beschreibung des Lebens der Heiligen. Mittelalterliche Beschreibungen von Heiligen-, Mönchs- und Asketenleben erschienen entweder als Monographien (also zu Einzelpersonen) oder als Sammlung. Die Geschichte der Heiligenbeschreibung beginnt im 2. Jahrhundert mit den Märtyrerakten der Kirche. Ein berühmtes Beispiel für eine Hagiographiensammlung ist die lateinische Legenda aurea (Goldene Legende) des Italieners Jacobus de Voragine aus dem 13. Jahrhundert. Sie wurde im 14. Jahrhundert ins Französische übersetzt. Hagiographien sollten in erster Linie den Glauben der Leser stärken. Der historischen Wahrheit schenkten sie zumeist wenig Aufmerksamkeit. Durch die Konzentration auf die von den Heiligen vollbrachten Wunder entstanden außergewöhnliche Geschichten, die sich mit volkstümlichem Brauchtum verknüpften. Die Verwandlung des Bischofs Nikolaus zum heiligen Nikolaus sowie die Verbindung des heiligen Valentin mit dem 14. Februar gehen auf diese Geschichten zurück.

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