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Hofburg

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Wiener HofburgWiener Hofburg

Hofburg, kaiserliches Schloss in Wien und Residenz des Herrschergeschlechts der Habsburger seit seiner Begründung durch Ottokar II. im Jahr 1278. Im Laufe seiner über 600-jährigen Baugeschichte entwickelte es sich durch zahlreiche Erweiterungen zu einem riesigen Komplex aus 18 Trakten und 19 Höfen.

Der früheste Teil der Anlage, der so genannte Schweizerhof, entstand Ende des 13. Jahrhunderts. Mitte des 16. Jahrhunderts erweiterte Ferdinand I. den Schweizertrakt; sein Sohn, der spätere Kaiser Maximilian II. ließ die Stallburg (Lipizzanerstallungen) errichten. Als dritter großer Komplex entstand unter Rudolf II. die Amalienburg mit den königlichen Wohnräumen, ein vierflügeliger Bau mit Renaissancefassade. Unter Leopold I. wurde die Amalienburg um den Leopoldinischen Trakt erweitert. Die größten baulichen Veränderungen wurden unter Karl VI. in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts vorgenommen, in der das Schloss von Johann Bernhard Fischer von Erlach wesentlich erweitert wurde. Der Barockbaumeister kombinierte die Baustile der französischen und italienischen Renaissance und schuf die Nationalbibliothek, den Reichskanzleitrakt (ursprünglich Sitz des Rates, später kaiserliche Residenz), die Wohnräume von Karls Tochter Maria Theresia, die heute als Residenz des österreichischen Bundespräsidenten dienen, und die Gebäude der Winterreitschule (Spanischen Reitschule).

Die letzten architektonischen Veränderungen begannen 1889 unter Kaiser Franz Joseph I. und betrafen die Hauptfassade (1889-1893) zum Michaelerplatz (nach Plänen von Ferdinand Kirschner) und die Neue Hofburg am Heldenplatz, die 1881 bis 1913 im italienischen Renaissancestil errichtet wurde. Hier sind eine Waffensammlung, eine Musikinstrumentensammlung und das Völkerkundliche Museum untergebracht. Nach einem Großbrand im November 1992 wurden die Redoutensäle renoviert; 1997 wurden die Räumlichkeiten wieder eröffnet.

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