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Windows Live® Suchergebnisse IntermediumEnzyklopädieartikel
Intermedium (in der Oper gleichbedeutend mit Intermezzo), eine Form der musikalischen oder dramatischen Zwischenaktunterhaltung bei den Bühnenwerken der italienischen Renaissance, vor allem bei Komödien. Das Intermedium entstand Ende des 15. Jahrhunderts am Hofe der Este-Familie in Ferrara (Italien). Seine Blütezeit erlebte es im Florenz des 16. Jahrhunderts. Das Intermedium diente dazu, eine klare Trennung zwischen den einzelnen Akten einer Oper zu schaffen und die für den Szenenwechsel nötigen Pausen zu überbrücken. Es konnte rein instrumental sein (intermedio non apparente), vokal-instrumental oder szenisch (intermedio apparente, bei dem Sänger, Schauspieler und Tänzer eine pastorale Szene oder eine mythologische Geschichte darstellten, eine Form, auf die sich die englischen Masques des 17. Jahrhunderts und damit auch die „Halbopern” Purcells, z. B. The Fairy Queen, beziehen). Mit der Zeit trat der musikalische Aspekt des Intermediums immer mehr in den Vordergrund, so dass das Zwischenspiel manchmal sogar das eigentliche Bühnenwerk überdeckte (dies war z. B. bei dem wohl üppigsten aller Intermedien der Fall, das für die Hochzeit Ferdinando Medicis mit Christina von Lothringen 1589 in Florenz aufgeführt wurde). Ab dem 18. Jahrhundert wurden die Intermedien unter der Bezeichnung Intermezzi zu selbständigen Stücken ausgeweitet. Das Intermedium gewann einen zunehmenden Einfluss auf die Ausbildung der Opera buffa, deren Gattungsgeschichte mit Pergolesis Intermezzo La serva padrona (Die Magd als Herrin) 1733 einsetzt.
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