Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Absurdes Theater", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Absurdes Theater

Windows Live® Suchergebnisse

  • Absurdes Theater

    Alles begann damit, dass ein Schauspieler einen Kritiker beleidigte: Thomas Lawinky entriss dem "FAZ"-Kritiker Gerhard Stadelmaier während einer Premiere im Schauspiel Frankfurt ...

  • Absurdes Theater

    Die Aktionsgemeinschaft Verkehr Nordhessen (AVN) setzt sich f|r eine umweltvertrdgliche Verkehrspolitik in Nordhessen ein. Hauptthema ist der Widerstand gegen den Bau der A44 ...

  • Absurdes Theater – Wikipedia

    Das Absurde Theater ist eine Richtung des Theaters des 20. Jahrhunderts, die die Unsinnigkeit der Welt und den darin verlorenen Menschen darstellen will.

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Absurdes Theater

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Samuel Beckett: Warten auf GodotSamuel Beckett: Warten auf Godot

Absurdes Theater, 1962 von Martin Esslin geprägte Bezeichnung für jene in den fünfziger Jahren entstandene avantgardistische Dramenform, die die ausweglose Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz (nach den Erfahrungen von Auschwitz und Hiroshima) widerspiegelt. Anders als das thematisch verwandte existentialistische Theater Jean-Paul Sartres oder Albert Camus’ bedient sich das absurde Drama der Mittel der Groteske, ohne deren tragischen Impuls zu übernehmen: Das absurde Theater bleibt komödiantisch. Ein weiterer wichtiger Faktor ist sein parabelhaft-abstrahierender Charakter, der Raum und Zeit der Handlung unbestimmbar werden lässt. Bisweilen clownesk, werden bürgerliche Wertvorstellungen dezidiert in Frage gestellt, dem Drama seine Konstituente, der Dialog, genommen: Die Figuren reden in sinnlosen Monologen aneinander vorbei – so bei Eugène Ionesco und Wolfgang Hildesheimer – oder ergehen sich im Extremfall – wie bei Samuel Beckett und Peter Handke – gar in reiner Pantomime. Auch wird der Handlungsfaden oftmals bis zur Unkenntlichkeit aufgelöst, die Figuren taumeln marionettengleich durch das Geschehen, oftmals ihrer Funktion als Theaterfiguren voll bewusst. Angeregt vom Theater der Grausamkeit Antonin Artauds, kippt Idylle beizeiten ins Makaber-Gewalttätige um. (Beispiele hierfür liefern Jean Genet und Fernando Arrabal.) Auch ein sinnvoller Dramenschluss ist unmöglich geworden: „Das Ende ist der Anfang, und doch machen wir weiter”, heißt es in Becketts Fin de partie (Endspiel).

Vorbilder des absurden Theaters sind Strömungen der literarischen Moderne wie Dadaismus und Surrealismus, aber auch Autoren wie Guillaume Apollinaire und Alfred Jarry (speziell dessen Drama Ubu Roi), Anregungen stammen außerdem vom Slapstickfilm eines Charlie Chaplin oder der Marx Brothers. Doch gehen seine Wurzeln bis zur Narrenliteratur und zur Commedia dell’Arte zurück. Wichtige Beispiele des absurden Theaters sind Jean Genets Der Balkon, Samuel Becketts Warten auf Godot, Eugène Ionescos Die kahle Sängerin, Fernando Arrabals Die beiden Henker, Wolfgang Hildesheimers Die Verspätung und Arthur Adamovs Professor Taranne. Des Weiteren schrieben Harold Pinter, Jardiel Poncela, Jean Tardieu, Václav Havel, Slawomir Mrozek und Günter Grass Stücke des absurden Theaters.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft