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    In einer dreigliedrigen Ständeordnung, wie sie seit dem ausgehenden Mittelalter beispielsweise für Frankreich charakteristisch war, waren im Dritten Stand diejenigen ...

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    Dritter Stand französisch tiers état, Bezeichnung für die nicht privilegierte Schicht der Bürger, Bauern, Handwerker etc. in Abgrenzung zu den...

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    Der er dritte Stand, zusammen etwa 98% der Bevölkerung, erbrachte die Leistungen, musste dabei aber auf Privilegien verzichten.

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Dritter Stand

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Emmanuel Joseph SieyèsEmmanuel Joseph Sieyès

Dritter Stand (französisch tiers état), Bezeichnung für die nicht privilegierte Schicht der Bürger, Bauern, Handwerker etc. in Abgrenzung zu den beiden anderen, mit Privilegien ausgestatteten Ständen des Adels und der Geistlichkeit in der Ständeordnung des Mittelalters und der frühen Neuzeit.

Obwohl die Vertretung der großen Masse der Bevölkerung, war der dritte Stand in den Ständeversammlungen rechtlich unterrepräsentiert. Im Vorfeld der Französischen Revolution forderte Graf Sieyès in seiner einflussreichen Flugschrift Qu’est-ce que le tiers état? (Was ist der dritte Stand?) im Januar 1789 für den dritten Stand als dem Inbegriff der Nation die Macht im Staate; im Juni 1789 erklärte sich der dritte Stand der französischen Generalstände im Ballhausschwur zur Nationalversammlung, und in der Folge übernahm er, nun rechtlich mit dem 1. und dem 2. Stand gleichgestellt, die politische Führung in Frankreich.

Im Zuge der Industrialisierung verengte sich der Begriff „dritter Stand” auf das Bürgertum; das Industrieproletariat wurde zum „vierten Stand”.

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