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Windows Live® Suchergebnisse Vanessa RedgraveEnzyklopädieartikel
Vanessa Redgrave (*1937), britische Schauspielerin. Seit ihrem Durchbruch mit Michelangelo Antonionis Blow-Up (1966; Blow-Up) zählt sie zu den herausragenden Charakterdarstellerinnen des britischen Films. Sie wurde am 30. Januar 1937 als Tochter des Schauspielerehepaars Michael Redgrave und Rachel Kempson in London geboren. Nach dem Besuch einer Ballettschule erhielt sie eine Schauspielausbildung an der Central School of Speech and Drama in Kensington und begann 1957 ihre Karriere als Bühnenschauspielerin. Danach war sie für die Royal Shakespeare Company u. a. in William Shakespeares Antonius und Cleopatra (1973) zu sehen. Nachdem sie 1958 an der Seite ihres Vaters ihr Filmdebüt gegeben hatte, avancierte Vanessa Redgrave aufgrund ihres sensiblen Darstellungsstiles und ihrer enormen Wandlungsfähigkeit ab Mitte der sechziger Jahre zu einer international gefragten Filmschauspielerin – besonders durch Michelangelo Antonionis Blow-Up (1966; Blow-Up) erlangte sie erste Popularität. Weitere bedeutende Rollen in der ersten Phase ihrer Laufbahn hatte sie in Filmen von Karel Reisz, in der Komödie Morgan! A Suitable Case for Treatment (1965; Protest) und als die berühmte Tänzerin Isadora Duncan in Isadora (1969; Isadora), die ihr jeweils eine Oscar-Nominierung einbrachten. Für ihre Leistung in Julia (1977; Julia, Regie Fred Zinnemann) erhielt sie einen Oscar, für ihre Darstellung in dem Fernsehfilm Playing for Time (1980) einen Emmy Award. Es folgten Agatha (1978; Das Geheimnis der Agatha Christie) in der Rolle der bekannten Kriminalschriftstellerin, und David Hares Regiedebüt Wetherby (1984; Wetherby). 1994 gründete Redgrave gemeinsam mit ihrem Bruder Corin (*1939) eine eigene Theatergesellschaft. Als bekennende Marxistin machte sie aus ihren linkspolitischen Anschauungen, etwa bei ihrer spektakulären Rede anlässlich der Oscarverleihung 1977, keinen Hehl. In den neunziger Jahren spielte Redgrave u. a. in Howard’s End (1992; Wiedersehen in Howard’s End, Regie James Ivory, nach E. M. Forster, mit Anthony Hopkins), The House of Spirits (1993; Das Geisterhaus, von Bille August, mit Meryl Streep, Jeremy Irons, Glenn Close, Winona Ryder und Armin Mueller-Stahl), Mission: Impossible (1995; Mission: Impossible, mit Tom Cruise) in Bille Augusts Smillas Feeling for Snow (1996; Fräulein Smillas Gespür für Schnee, nach einem Roman von Peter Høeg) und Mrs. Dalloway (1997; Mrs. Dalloway, nach Virginia Woolf).Es folgten Nebenrollen in Filmen wie Paul Austers Lulu on the Bridge (1998; Lulu on the Bridge) oder Sean Penns The Pledge (2001; Das Versprechen). Unter dem Titel Vanessa Redgrave. An Autobiography (1994; Autobiographie) veröffentlichte sie einen Memoirenband. Von 1962 bis 1967 war sie mit dem Regisseur Tony Richardson verheiratet.
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