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Schlacht auf dem Amselfeld

Enzyklopädieartikel

Schlacht auf dem Amselfeld, Schlacht zwischen den Türken unter Sultan Murad I. und einer serbisch-südslawischen Streitmacht unter König Lazar I. am 28. Juni 1389 auf dem Kosovo Polje („Amselfeld”) in Serbien, die mit einer vernichtenden Niederlage Lazars endete. 1356 hatten die Türken den Hellespont überschritten, um ihr Reich nach Europa auszudehnen. Fünf Jahre später hatten sie Thessaloniki und Adrianopel eingenommen, zwei der bedeutendsten griechischen Städte. Auf dem Balkan leisteten ihnen lediglich die Serben noch ernsthaften Widerstand: Auf dem Amselfeld stellte sich Lazar mit seinem Heer, dem neben Serben auch Bulgaren, Bosnier, Albaner, Polen, Ungarn und Mongolen angehörten, den Osmanen. Während der Schlacht gelangte ein serbischer Adeliger in das türkische Lager, indem er sich als Deserteur ausgab, und erstach Murad mit einem vergifteten Dolch. Trotz dieses Verlustes errangen die Osmanen einen entscheidenden Sieg über die serbische Armee; Lazar wurde gefangen genommen und hingerichtet, Serbien wurde osmanischer Vasallenstaat. Der 28. Juni, der Sankt-Veits-Tag, ist seit der Schlacht auf dem Amselfeld ein wichtiger nationaler Gedenktag in Serbien.

Am 19. Oktober 1448 traf auf dem Amselfeld nochmals eine christliche Armee unter dem ungarischen Reichsverweser János Hunyadi auf die Türken. In einem entscheidenden Moment der Schlacht liefen Hunyadis Verbündete aus der Walachei zu den Osmanen über, die daraufhin ihre Gegner entscheidend schlugen.

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