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Windows Live® Suchergebnisse Umweltverschmutzung durch den VerkehrEnzyklopädieartikel
Umweltverschmutzung durch den Verkehr, Verschmutzung der Umwelt durch den Massenverkehr, vor allem durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe (z. B. Benzin und Diesel) in Verbrennungsmotoren (siehe Verbrennungskraftmaschine). Die wichtigsten verkehrsbedingten Schadstoffe sind Kohlenmonoxid, Stickoxide, leichtflüchtige organische Verbindungen und Schwebstoffteilchen. In Industrieländern gehen zwischen 30 und 90 Prozent des gesamten Schadstoffausstoßes vom Verkehr aus. Außerdem tragen Bleiverbindungen, geringere Mengen an Schwefeldioxid und Schwefelwasserstoff zur Belastung der Luft bei. Beim Bremsen kann ferner Asbest in die Atmosphäre freigesetzt werden. Des Weiteren ist der Verkehr ein bedeutender Produzent von Kohlendioxid. Kohlenmonoxid ist ein Gift. Schon in niedrigen Dosen kann es die Konzentration und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Stickstoff- und Schwefeloxide können ernsthafte Folgen für Asthmaleidende haben, deren Anfälle bei hoher Luftverschmutzung häufiger und schlimmer sind. Benzol, das zu den leichtflüchtigen organischen Verbindungen gehört, und Asbest verursachen Krebs. Aus Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen entsteht bei Sonneneinstrahlung Ozon, ein aggressives Gas, das beim Menschen Augenreizungen und Atembeschwerden hervorruft. Bei Pflanzen schädigt es die Blätter, und es trägt maßgeblich zum Waldsterben bei. In Ballungsgebieten stellt es vor allem in den Sommermonaten ein ernsthaftes Problem dar, das kurzfristig nur durch zeitweise Einschränkungen des Autoverkehrs gelöst werden kann. Einer im Juli 1999 veröffentlichten Studie des Heidelberger Umwelt- und Prognose-Instituts (UPI) zufolge sterben in Deutschland jedes Jahr etwa 4 000 Menschen an den Folgen von Sommersmog. Schwebstoffteilchen sind sehr kleine feste oder flüssige Teilchen, vor allem in den Auspuffgasen von Dieselmotoren. Diese Partikel werden mit einer Vielzahl von Erkrankungen der Atemwege, mit Herz- und Lungenkrankheiten in Verbindung gebracht. Blei in höheren Konzentrationen beeinträchtigt die geistige Entwicklung bei Kindern. Kohlendioxid spielt die Hauptrolle bei der globalen Erwärmung. Am gravierendsten ist die Umweltverschmutzung durch den Verkehr in den Städten. Einige Länder überwachen den Grad der Verschmutzung, um zu gewährleisten, dass international vereinbarte Höchstgrenzen nicht überschritten werden. Die Luftverschmutzung ist besonders stark bei windstillem, heißem Wetter oder Inversionswetterlagen. Dann verzeichnen Krankenhäuser eine Zunahme an Asthmanotfällen, besonders bei Kindern. Verkehrsbedingte Luftschadstoffe sind auch verantwortlich für den „sauren Regen” und somit für das Waldsterben und die Bodenversauerung. Katalysatoren halten einige dieser Schadstoffemissionen zurück, aber nicht Blei, Kohlendioxid oder Schwebstoffteilchen. Bei fossilen Treibstoffen kann Kohlendioxid nicht vermieden werden: Seine Verringerung hängt vom Einsatz anderer Treibstoffe, von verbesserter Treibstoffeffizienz und von einem verringerten Verkehrsaufkommen ab. Zu den ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen des Kraftfahrzeugverkehrs gehören auch die Lärmbelästigung, der Verbrauch an Landschaftsressourcen und die Auswirkungen des Gebrauchs von Streusalz. Zur Umweltverschmutzung tragen neben dem Kraftfahrzeugverkehr auch der Flug- und der Schiffsverkehr bei.
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