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  • Höhenkrankheit – Wikipedia

    Als Höhenkrankheit (auch D'Acosta-Krankheit, nach José de Acosta) bezeichnet man einen Komplex von Symptomen, der bei Menschen auftritt, die sich in große Höhe begeben, z.

  • Akute Höhenkrankheit – Wikipedia

    Die akute Höhenkrankheit (im Englischen als Altitude sickness oder acute mountain sickness oder abgek. AMS bezeichnet) ist ein Symptomkomplex, der etwa 6-12 Stunden nach Aufstieg ...

  • Höhenkrankheit - Onmeda: Medizin & Gesundheit

    Höhenkrankheit: Onmeda informiert Sie ausführlich über die Höhenkrankheit beim Bergsteigen - ihre Symptome, Therapie und Vorbeugung sowie allgemeine, physikalische Grundlagen.

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Höhenkrankheit

Enzyklopädieartikel

Höhenkrankheit oder Bergkrankheit, ein Zustand, der durch den verminderten Sauerstoffdruck in großen Höhen verursacht wird und bei Bergsteigern auftritt, die zu schnell auf große Höhen aufgestiegen sind. Der Zustand umfasst eine Vielzahl von Symptomen, von denen das häufigste die akute Höhenkrankheit ist, die in manchen Fällen von gefährlichen Lungen- oder Hirnödemen gefolgt wird.

Die genaue Ursache für die Höhenkrankheit ist unbekannt. Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass Sauerstoffmangel die Funktion der Natriumpumpe in den Zellwänden stört. Bei unzureichender Sauerstoffversorgung arbeitet die Natriumpumpe so, dass der Natriumspiegel in den Zellen steigt. Dadurch gelangt zu viel Wasser in die Zellen, wodurch die Zellen anschwellen und ein Ödem bilden. Ein Ödem ist besonders gefährlich, wenn es in der Lunge auftritt oder in der Schädeldecke, die das Gehirn umgibt.

Die deutlichsten Symptome der Höhenkrankheit sind Kopfschmerzen, Atemnot, Schlafstörungen und Übelkeit. Diese Symptome treten bei fast 20 Prozent der Menschen auf, die in weniger als einem Tag auf eine Höhe von über 2 400 Meter über dem Meeresspiegel steigen. Die typischen Kopfschmerzen werden wahrscheinlich durch ein Hirnödem verursacht. Zur Atemnot kommt es durch eine Kombination aus vermindertem Sauerstoffdruck und Schwellung der Gewebe, die der Sauerstoff bei der Atmung passieren muss.

Zu den Symptomen des Lungen- und des Hirnödems gehören neben denen der Höhenkrankheit noch weitere, seltener auftretende Symptome. Darüber hinaus sind diese beiden Ödemarten schwerere Schäden als die Höhenkrankheit und entwickeln sich meistens nach einem bis vier Tagen Aufenthalt in Höhen über 2 700 Meter. Charakteristisch für Lungenödeme ist der blutig-schaumige Auswurf. Der Blutdruck in den Lungen steigt an, so dass Flüssigkeiten und rote Blutkörperchen durch die angeschwollenen Zellen und durchlässig gewordenen Kapillaren in die Lungenbläschen eindringen können, wo sie die Sauerstoffversorgung behindern. Typische Symptome des Hirnödems sind Schwindelgefühle, Verwirrung und Halluzinationen.

Bei Höhenkrankheit sollte der Betroffene viel Wasser trinken, um den extremen Wasserverlust auszugleichen. Die Kopfschmerzen können mit Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure (Aspirin) behandelt werden. Die Höhenkrankheit verschwindet in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden, wenn sich der Körper an den geringen Sauerstoffdruck gewöhnt. Bei fortgeschrittenem Lungen- oder Hirnödem durch Höhenkrankheit kann innerhalb weniger Stunden der Tod eintreten. Der Betroffene muss deshalb so schnell wie möglich auf eine niedrigere Höhe gebracht werden. Dort bessert sich sein Zustand meistens recht schnell. Hilfreich kann außerdem ergänzende Sauerstoffzufuhr oder der Aufenthalt in einer Druckkammer sein.

Ein langsamer Aufstieg zum Ziel verhindert meistens die Höhenkrankheit und fördert die Akklimatisierung. Die Symptome können meist umgangen werden, wenn man auf einer Höhe von 2 000 Metern einen Tag pausiert und in Höhenlagen darüber nicht mehr als 600 Höhenmeter pro Tag überwindet.

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