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Windows Live® Suchergebnisse Belagerungen von WienEnzyklopädieartikel
Belagerungen von Wien, zwei Belagerungen Wiens durch die Türken im 16. und im 17. Jahrhundert. Die erste Belagerung Wiens 1529 war der Höhepunkt der osmanischen Vorstoßes unter Sultan Süleiman II. nach Mitteleuropa. Die unvernünftigen Territorialforderungen des Erzherzogs Ferdinand von Österreich, der nach dem Tod von Ladislaus II. in der Schlacht von Mohacs 1526 zum König von Ungarn gewählt worden war, hatten im Herbst 1529 den Angriff der Türken provoziert. Die osmanische Armee war allerdings für eine Belagerung schlecht ausgerüstet und musste ihr Unternehmen bald wieder abbrechen. Ende Oktober zog Süleiman ab; bei seiner Rückkehr 1532 konnte er die Belagerung nicht wieder aufnehmen, da Wien von Ferdinands Bruder, Kaiser Karl V., Unterstützung erhalten hatte und außerdem in der Zwischenzeit die Befestigungsanlagen des Stadt wesentlich verstärkt worden waren. Die zweite Belagerung von Wien 1683 markierte den Beginn vom Ende der osmanischen Herrschaft in Europa. Diesen neuerlichen türkischen Vorstoß initiierte der Großwesir Kara Mustafa, der dringend einen militärischen Erfolg zur Festigung seiner eigenen Position brauchte; er rechnete mit einem Erfolg gegen Kaiser Leopold I., der durch die Niederlagen gegen Ludwig XIV.von Frankreich geschwächt war. Die Türken, zahlenmäßig weit überlegen, schlossen am 16. Juli einen Belagerungsring um die Stadt; ihnen fehlte allerdings die für eine Belagerung notwendig Artillerie. Inzwischen rückte eine österreichisch-deutsch-polnische Armee unter Johann III. Sobieski zum Entsatz heran und schlug am 12. September 1683 am Kahlenberg bei Wien die Türken entscheidend.
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