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Windows Live® Suchergebnisse BuckelwalEnzyklopädieartikel
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Buckelwal, weltweit verbreiteter, vorwiegend in Küstennähe anzutreffender Bartenwal aus der Familie der Furchenwale. Buckelwale erreichen Längen von 11 bis 16 Metern und ein Gewicht bis etwa 45 Tonnen. Sie kommen in allen Meeren vor, da sie im Sommer in das Packeis und im Winter zumeist in die Nähe von Inseln wandern, wo auch Paarung und Geburt stattfinden. Während andere Furchenwale das offene Meer bevorzugen, sind Buckelwale auch im Bereich von Flussmündungen und Häfen anzutreffen. Buckelwale der nördlichen Hemisphäre unterscheiden sich deutlich von denen der südlichen. Wale dieser Art haben lange, dünne Flossen, die Unterseite der riesigen Schwanzflosse weist bei jedem Tier ein anderes weißes Muster auf. Da die Schwanzflosse der Buckelwale im Allgemeinen kurz aus dem Wasser ragt, bevor die Tiere in die Tiefe tauchen, verwenden Forscher Unterschiede in Schwanzfärbung und Schwanzform, um mittlerweile mehrere tausend Wale an ihrer Schwanzflosse individuell zu unterscheiden. Buckelwale haben am hinteren Drittel des Rückens eine Rückenflosse; ihre charakteristische Rückenwölbung (den „Buckel”) erkennt man, wenn sie untertauchen. Die relativ raue Körperoberfläche der Buckelwale ist häufig von Krebsen wie Seepocken und Walläusen (siehe Flohkrebse) besiedelt.
Buckelwale ernähren sich von Krill und Fischen, die sie erbeuten, indem sie rasch durch Nahrungsschwärme schwimmen. Sie schließen ihr Maul um Tonnen von Wasser und Nahrung und pressen das Wasser dann durch rund 300 Barten (Knorpelplatten), die vom Oberkiefer herabhängen und als Sieb dienen. Die Kehle dehnt sich während eines Fischzuges beträchtlich aus. Diese Ausdehnung wird durch Falten oder Furchen der Kehle ermöglicht, die sich wie ein Akkordeon bis zum Nabel in der Mitte des Körpers öffnen können. Buckelwale fressen auch in Gruppen bis zu 22 Tieren, wobei alle zur gleichen Zeit unter Wasser Nahrungsschwärme mit Luftblasen einkreisen. Sie erzeugen dabei regelrechte Vorhänge aus Luftblasen, die von den Beutetieren als Barrieren angesehen werden. Dann stoßen die Wale mit geöffnetem Maul in den Schwarm hinein. Auch in der Luft sind Buckelwale Akrobaten: Sie klatschen mit Flossen und Schwanz auf die Wasseroberfläche und tauchen oder springen aus dem Wasser. Es ist ein großartiger Anblick, zu beobachten, wie ein 15 Meter langer Buckelwal völlig frei aus dem Wasser springt und in einer Kaskade aus Schaum wieder zurückfällt. Diese Luftakrobatik findet das ganze Jahr über statt, besonders häufig aber in den winterlichen Paarungs- und Geburtsgebieten. Männchen, Weibchen und sogar einjährige Jungtiere können springen.
Es scheint, dass Buckelwale verschiedene Paarungsstrategien haben. Eine besteht darin, dass Männchen voneinander Abstand halten und in einem offensichtlichen Sängerwettstreit lange, komplizierte Melodien produzieren, um Zugang zu paarungswilligen Weibchen zu bekommen. Eine weitere Strategie scheint es zu sein, wenn ein Männchen ein Weibchen (oft mit einem Kalb) für Stunden oder Tage „eskortiert” und dabei versucht, allen Männchen auszuweichen oder diese zu verjagen, sobald diese sich dem Weibchen nähern wollen. Eine dritte Strategie besteht darin, dass Männchen an der Wasseroberfläche heftig gegeneinander kämpfen. Dabei toben sie umeinander und stoßen sich die Köpfe blutig – im offensichtlichen Konkurrenzkampf um ein oder mehrere Weibchen der Gruppe. Elf bis zwölf Monate nach der Paarung wird ein einziges Junges geboren, das etwa 1 300 Kilogramm wiegt und knapp ein Jahr gesäugt wird. Buckelwale werden mit neun bis zehn Jahren geschlechtsreif. Ihre Feinde sind neben dem Menschen Schwertwale.
Im 19. Jahrhundert gehörten Buckelwale nicht zu den intensiv bejagten Walen, doch wurden sie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark durch Walfang dezimiert. Nachdem sie 1944 unter Schutz gestellt wurden, hat sich ihr Bestand wieder leicht erholt: Während die Bestände nach Angaben des World Wide Fund for Nature (WWF) 1998 auf 20 000 Buckelwale geschätzt wurden, ging der WWF 2001 von 28 000 Tieren aus. Vor Beginn des Walfanges gab es nach einer 2003 in Science publizierten Hochrechnung US-amerikanischer Forscher etwa 240 000 Buckelwale. Diese Hochrechnung basierte auf einer Analyse der genetischen Vielfalt heute lebender Buckelwale.
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