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Brillenbär

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BrillenbärBrillenbär

Brillenbär, einzige heute lebende Art der einst in weiten Teilen Amerikas verbreiteten Kurzschnauzenbären.

Im Vergleich zu anderen Großbären sind Brillenbären eher klein: Sie haben eine Kopfrumpflänge von 130 bis 210 Zentimetern, die Weibchen wiegen bis 65 Kilogramm, die Männchen bis 200 Kilogramm. Das Fell ist überwiegend schwarz gefärbt und besitzt eine weiße oder hellbraune Fleckenzeichnung an Brust und Hals sowie eine Augenumrandung. Die Tiere haben fünf kurze, scharfe und kräftige Krallen, die ihnen beim Klettern Halt geben.

Das Verbreitungsgebiet des Brillenbären erstreckt sich von Bolivien bis Kolumbien und ist heute weitgehend auf die bewaldeten Hochlagen der südamerikanischen Anden beschränkt, die für die Landwirtschaft nicht geeignet sind. Die Tiere ernähren sich hauptsächlich von Früchten, insbesondere Feigen, Blättern, kleinen Tieren, Insekten und sukkulenten Kräutern. Brillenbären halten sich oft längere Zeit in den Baumwipfeln auf, wo sie ihre Schlafnester bauen. Das Weibchen bringt nach einer Tragzeit von 240 bis 255 Tagen ein bis drei Junge zur Welt.

Aufgrund der uneingeschränkten Verfolgung durch den Menschen nehmen die Bestände des Brillenbären weiterhin ab. Die Art leidet außerdem unter der Lebensraumzerstörung durch Holzeinschlag bzw. Rodungen zur Anlage landwirtschaftlicher Nutzflächen; dazu gehören insbesondere auch Mohn- und Kokakulturen für den Drogenhandel. In den Bergwäldern von Ecuador, Kolumbien, Venezuela, Bolivien und Peru leben noch gut 20 000 Brillenbären.

Systematische Einordnung: Der wissenschaftliche Name des Brillenbären lautet Tremarctos ornatus. Kurzschnauzenbären bilden die Unterfamilie Tremarctinae der Familie Ursidae.

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