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Windows Live® Suchergebnisse Samen (Ethnologie)Enzyklopädieartikel
Samen (Ethnologie), auch Lappen (von den Samen selbst als abwertend empfunden), vor allem in Lappland, d. h. im Norden von Norwegen, Schweden, Finnland und im äußersten Nordwesten Russlands ansässige Volksgruppe. Die Ethnie zählt etwa 60 000 bis 70 000 Angehörige. Mehr als die Hälfte sprechen neben den Landessprachen (Norwegisch, Schwedisch, Finnisch oder Russisch) auch eine eigene Sprache, die zu den finno-ugrischen Sprachen gehört. Die traditionellen Glaubensvorstellungen und -praktiken (Schamanismus) sind weitgehend durch die jeweilige Staatsreligion (zumeist lutherisch) verdrängt worden. Die ersten Samen kamen als nomadische Jäger und Fischer vor den Skandinaviern, Finnen und Russen in den arktischen Teil Europas. Später dann wurden sie Rentierzüchter. Heute sind sie vorwiegend Halbnomaden (mit Koten im Sommer bzw. Wohnhäusern im Winter) oder sesshafte Bauern und Fischer. Noch leben etwa 7 000 Samen halbnomadisch von der Rentierzucht. Die Abhängigkeit von den Rentieren hat ihre Kultur geprägt. Auch wenn die meisten heutigen Samen-Gemeinschaften ethnisch gemischt sind, bemühen sich die Samen, an ihrer kulturellen Identität festzuhalten. Dazu gehört auch das Tragen ihrer Tracht, die aus grauen bzw. blauen Tuchhosen oder Röcken sowie aus hohen, roten Mützen besteht.
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