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    Zeuxis: eine Seite aus meinem Lexikon zur antiken griechischen Mythologie. ... Zeuxis (5./4. Jh. v. u. Z.) Der griechische Maler Zeuxis stammt aus Herakleia.

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Zeuxis

Enzyklopädieartikel

Zeuxis, griechischer Maler und Tonbildner (5./4. Jahrhundert v. Chr.), der in Athen tätig war. Das Wissen über sein Leben und Werk gründet sich ausschließlich auf zahlreiche schriftliche Quellen der Antike, da keines seiner Werke erhalten ist.

Zeuxis war ein Schüler des Apollodoros aus Athen, der die griechische Großmalerei reformierte, die vor ihm im Wesentlichen aus kolorierten Zeichnungen bestanden hatte. Im Gegensatz zu seinem Konkurrenten Parrhasios, dessen Bilder mit seiner Technik nicht Schritt halten konnten, verwandte Zeuxis in Anlehnung an seinen Lehrer die Schattierung, um eine perspektivische Raumwirkung zu erzielen, und gilt hierin als der Begründer der Illusionsmalerei. Der Aussage des Schriftstellers Lukian zufolge soll er diese Technik als seine bedeutendste persönliche Leistung betrachtet haben.

Zeuxis’ Werk (besonders Darstellungen von Göttern und Mischwesen wie Pan, Boreas oder Marsyas) war von großem Einfluss auf die griechische und römische Malerei der Antike und wurde besonders wegen ihrer téchne (Kunstfertigkeit) gerühmt, obwohl Aristoteles seinen Bildern einen Mangel an éthos (moralischem Bewusstsein) attestierte. Vermutlich wurden einige seiner Werke später nach Rom gebracht, darunter die viel gerühmte Darstellung der Helena als Idealbild weiblicher Schönheit. Andere – darunter das u. a. bei Lukian erwähnte Bild einer Kentaurenfamilie – sollen sich als Kopien über mehrere Jahrhunderte erhalten haben.

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