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Windows Live® Suchergebnisse NutzenEnzyklopädieartikel
Nutzen, in erster Linie Maß für die Bedürfnisbefriedigung, den ein Wirtschaftssubjekt aus dem Konsum eines Gutes zieht, aber auch Maß für den Vorteil, der aus einem wirtschaftlichen Geschäft gezogen oder erwartet wird. Der Nutzen ist objektiv nicht messbar, er hängt von der Einschätzung des Einzelnen ab. Voraussetzung für den Nutzen ist daher die Nützlichkeit, d. h. die Eignung einer Sache zur Befriedigung eines subjektiven Bedüfnisses. Nach der subjektiven Wertlehre ist der Nutzen die Grundlage des wirtschaftlichen Güterwertes. Der Wert eines Gutes hängt von jenem Nutzen ab, den die letzte Einheit eines Gütervorrats stiftet, dem so genannten Grenznutzen. Auch die Knappheit eines Gutes spielt für die Bestimmung des Nutzens eine wichtige Rolle. Freie Güter, die in ausreichender Menge vorhanden sind (z. B. Sonnenlicht, Regen oder Wind), besitzen zwar Nützlichkeit, sind jedoch wertlos. Erst knappe Güter haben einen Wert. Damit lässt sich auch die als Wertparadoxon bezeichnete Beobachtung erklären, dass der Gesamtnutzen eines Gutes – z. B. des reichlich vorhandenen Wassers oder der Luft – sehr hoch, sein Grenznutzen dagegen sehr niedrig sein kann, während umgekehrt – z. B. bei einem Diamanten – der Gesamtnutzen klein, der Grenznutzen aber sehr hoch ist. Der Grenznutzen nimmt – so das Erste Gossen’sche Gesetz oder auch Sättigungsgesetz – mit zunehmender zur Verfügung stehender und konsumierter Menge eines Gutes ab, d. h.: isst man als Mahlzeit eine Suppe, so nimmt der Nutzen mit jedem Löffel Suppe immer weiter ab, bis man am Ende satt ist und keinen weiteren Löffel Suppe mehr mag. Jedes Wirtschaftssubjekt versucht, mit den ihm gegebenen Mitteln (Einkommen), ein Maximum an Bedürnisbefriedigung – das so genannte Haushaltsoptimum – zu erreichen. Der Haushalt hat seinen Gesamtnutzen dann maximiert, wenn der Nutzen der letzten ausgegebenen Geldeinheit (Grenznutzen) für alle Verwendungsarten gleich groß ist (Zweites Gossen’sches Gesetz), d. h., wenn ein Stück Brot, das ich mit meiner letzten Geldeinheit kaufe, meine Bedürfnisse ebenso befriedigen würde (mir den gleichen Nutzen bringt), wie ein mit demselben Betrag erworbenes Stück Wurst.
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