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Windows Live® Suchergebnisse Arthur C. ClarkeEnzyklopädieartikel
Arthur C. Clarke (1917-2008), britischer Schriftsteller und Ozeanologe. Mit seinem Lebenswerk gehört er zu den Visionären der Weltraumeroberung. Seine berühmten Sciencefictionromane nehmen aufgrund ihres technologischen Sachgehalts eine Sonderstellung in der utopischen Literatur des 20. Jahrhunderts ein. Arthur Charles Clarke wurde am 16. Dezember 1917 in Minehead (Somerset) als Sohn eines Farmers geboren. Er wurde in der Royal Air Force zum Radarspezialisten ausgebildet und studierte nach dem Ende des 2. Weltkrieges Physik und Mathematik am Londoner King’s College. Seine berufliche Laufbahn begann er als Wissenschaftsautor und war Redaktionsassistent bei der Zeitschrift Science Abstracts, ehe er ab 1951 als freier Schriftsteller arbeitete. Seine Idee, geostationäre Satelliten zur Kommunikation zu nutzen, die er 1945 unter dem Titel Extra-terrestrial Relays in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlichte, wurde 1970 Wirklichkeit. Ihm zu Ehren wird der geostationäre Orbit auch Clarke Belt oder Clarke Orbit bezeichnet. Seine erste Sciencefictionerzählung Rescue Party veröffentlichte er 1946 in dem Magazin Astounding Science. Sein Roman Prelude to Space (1951; Aufbruch zu den Sternen) nahm den ersten bemannten Mondflug vorweg. In den fünfziger Jahren führte ihn sein Interesse an der Meeresforschung nach Australien, und 1956 ließ er sich in Colombo (Sri Lanka) nieder. In dieser Zeit erwarb er mit seinen Romanen den Rang eines profilierten Sciencefictionautors, u. a. erschienen The Sands of Mars (1951; Projekt: Morgenröte), Islands in the Sky (1952; Inseln im All), Against the Fall of Night (1953; Vergessene Zukunft, revidiert 1956 unter dem Titel The City and the Stars; Die sieben Sonnen). Die visionären Ideen seines Werkes, das eine Reihe von Bestsellern umfasst und das ein breites Publikum erreicht, basieren auf wissenschaftlich-technologisch exakten Grundlagen. Die Kurzgeschichtensammlung Expedition to Earth (1953) enthielt die Erzählung The Sentinel, welche die literarische Vorlage für den wegweisenden Sciencefictionfilm 2001: A Space Odyssey (1968; 2001: Odyssee im Weltraum) von Stanley Kubrick bildete. Das Werk, mit dem sein Urheber Weltruhm erlangte, erzählt von einer mysteriösen Expedition zum Jupiter und beschäftigt sich spekulativ-suggestiv mit den Fragen der Evolution und der künstlichen Intelligenz. Der Eigenleben entwickelnde Bordcomputer HAL 9000 wurde zum Symbol für die Bedrohlichkeit der Technik, deren Beherrschung dem Menschen zu entgleiten droht. Während der Entstehung des Kultfilms, für den er zusammen mit dem Regisseur das Drehbuch schrieb, verfasste Clarke in Anlehnung daran den 1968 veröffentlichten gleichnamigen Bestseller, der mit drei Nachfolgeromanen fortgesetzt wurde: 2010: Odyssey Two (1982; 2010: Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen), 2061: Odyssey Three (1988; 2061: Odyssee III) und 3001: The Final Odyssey (1997; 3001: Die letzte Odyssee). Unter dem Titel Astounding Days – a Science Fictional Autobiographie (1989) veröffentlichte Clarke ein autobiographisches Werk. Von seinen etwa 30 Sachbüchern gilt der futurologische Essayband Profiles of the Future (1962; Im höchsten Grade phantastisch: Ausblicke in die Zukunft der Technik) als besonders bemerkenswert. Mit der Zeitreisegeschichte The Light of Other Days (2000; Das Licht ferner Tage) begann Clarkes Koautorschaft mit dem Sciencefictionschriftsteller Stephen Baxter. Es erschienen die gemeinschaftlich entstandenen Romane A Time’s Eye (2003; Die Zeit-Odyssee) und Sunstorm (2005; Sonnensturm), die die ersten beiden Teile einer Trilogie bilden. Die 1983 gegründete Arthur C. Clarke Foundation unterstützt internationale Zukunftsprojekte. 2000 wurde Clarke in den Adelsstand erhoben. Er starb am 19. März 2008 in Colombo (Sri Lanka).
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