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Windows Live® Suchergebnisse Spratly-InselnEnzyklopädieartikel
Spratly-Inseln, Gruppe von über 600 kleinen Inseln, Korallenriffen, Sandbänken und Atollen im Südchinesischen Meer nordwestlich von Brunei, dem malaysischen Gliedstaat Sabah und der philippinischen Insel Palawan. Wem die Inseln gehören, ist umstritten. Anspruch darauf erheben China, Taiwan, Vietnam, Brunei, Malaysia und die Philippinen. Itu Aba ist mit 36 Hektar die größte der zwölf Hauptinseln. Keine der Inseln ist ständig bewohnt. Die am häufigsten vorkommenden Tierarten sind Seevögel und Meeresschildkröten. Geologische Untersuchungen ergaben, dass es im Bereich der Spratly-Inseln ausgedehnte Erdöl- und Erdgasvorkommen gibt, die möglicherweise größer als alle bisher entdeckten Lagerstätten sind. Zudem liegen sie im Gebiet wichtiger Schifffahrtswege. Wegen ihrer potentiellen wirtschaftlichen und strategischen Bedeutung streiten sich die oben genannten Staaten um diese Inseln. Von 1933 bis 1939 unterstanden sie Frankreich und während des 2. Weltkrieges Japan. Nach dem Krieg schickte China eine Garnison nach Itu Aba. Taiwan behielt anschließend diesen Militärstützpunkt bei. Alle Staaten, die um den Besitz dieser Inseln ringen, Brunei ausgenommen, unterhalten Militärstützpunkte auf einer oder auf mehreren Inseln. Es kommt immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Bei dem Zusammenstoß zwischen China und Vietnam 1988 gab es über 70 Opfer. Die Spratly-Inseln werden als potentieller Krisenherd für regionale Konflikte betrachtet, vor allem da sich China bisher geweigert hat, die Streitigkeiten auf internationaler Ebene beizulegen, was durch eine völkerrechtliche Zuerkennung eines Gebiets möglich wäre.
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