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Rave-Kultur

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Love-ParadeLove-Parade

Rave-Kultur, Jugendbewegung, die sich im Sommer 1988 in England entwickelte. Zu einem Rave treffen sich sehr viele Jugendliche in einer Diskothek oder unter freiem Himmel zum Tanzen. Die dort gespielte Musik hat sich rhythmisch aus Disco- und House-Music entwickelt. Eine Variante ist als Techno bekannt, die ursprünglich aus Deutschland kam und sich dann in England etablierte. Bei all den unterschiedlichen Stilen lassen sich Gemeinsamkeiten feststellen: Ein monotoner Rhythmus von rund 130 Schlägen in der Minute und futuristische Töne, etwa elektronische Piepser. Der monotone Rhythmus kann tranceartige Zustände hervorrufen. Mancher Raver spricht von einer spirituellen Dimension dieser Zustände.

Viele Raver gebrauchen die Designer-Droge Ecstasy. Sie vermittelt ein starkes Wohlgefühl, steigert die Energie und ruft manchmal auch Halluzinationen hervor. Auch andere Drogen sind in Gebrauch, beispielsweise Amphetamine, LSD und Ketamin. Marihuana und Restoril helfen dem Raver am Ende der Nacht, von seinem Trip „runterzukommen”. Es ist wohl die Verbindung von lauter, repetitiver Musik mit psychedelischen Lightshows und dem Gefühl der Verbundenheit aller Teilnehmer, was Raves so anziehend für viele Jugendliche macht.

Die Raves in ihrer ursprünglichen Form wurden zunächst vor allem in England gepflegt; aber die Kultur etablierte sich mittlerweile auch in Mitteleuropa. Zu den weltweit größten Veranstaltungen dieser Art gehört die Berliner Love-Parade, die 1989 unter dem Motto Friede, Freude, Eierkuchen von Matthias Roeingh alias Dr. Motte ins Leben gerufen wurde. Bis Ende der neunziger Jahre entwickelte sich die Love-Parade zum größten Techno-Event der Welt, mittlerweile sind die Besucherzahlen stark rückläufig.

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