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Lärmbelästigung, nachteilige Auswirkung von Lärm (siehe Rauschen) in der Freizeit oder am Arbeitsplatz. Lärm ist laut Definition ein störendes Geräusch. Es kann die sprachliche Kommunikation, Freizeitaktivitäten, die Erholung oder die Gesundheit beeinträchtigen. Starke Einwirkungen von Lärm können zur Minderung des Hörvermögens durch eine Schädigung der äußeren Haarzellen des Corti-Organs im Innenohr führen. Lärm kann sich äußerst negativ auf die Lebensqualität des Menschen auswirken.
Mit „Verärgerung” wird das allgemeine Gefühl des durch Lärm verursachten Ärgers oder der Belästigung umschrieben. Es steht am Ende der Lärm-Störung-Verärgerungs-Kette. Es wurden Untersuchungen durchgeführt, die das Verhältnis von Lärm aus bestimmten Lärmquellen (Lärmdosis) und die verursachte Verärgerung (Reaktion) darstellen. Allgemein kann gesagt werden, dass die Verärgerung mit dem Lautstärkepegel ansteigt. Der Grad der Verärgerung kann durch die zeitliche Länge oder den Zeitpunkt beeinflusst werden, an dem die Öffentlichkeit oder ein Individuum dem Lärm ausgesetzt ist.
Untersuchungen haben gezeigt, dass der Schlaf durch viele Faktoren beeinträchtigt werden kann. Rund 20 Prozent der Bevölkerung leiden unter Schlafstörungen, die nicht mit Lärm in Verbindung stehen. Sie hängen u. a. von Alter, Geschlecht und verschiedenen Gesundheitsfaktoren wie etwa der allgemeinen oder momentanen psychischen Verfassung ab. Der Schlaf wird auch durch Geräuschpegel im Hintergrund, Gewohnheiten, die Lage des Schlafzimmers, die Zeit in der Nacht und die Eigenschaften eines eindringenden Geräusches gestört.
Zur Messung und zur Beurteilung von Lärm nutzt man heutzutage ausschließlich den so genannten A-Schallpegel, der in Dezibel A - abgekürzt dB(A) - gemessen wird. Dezibel (dB) ist ein Maß für den Schalldruck, die Schallintensität und die Schallleistung. Der Schalldruckpegel ist der Logarithmus des Verhältnisses aus gemessenem Schalldruck und einem Bezugsschalldruck. Der Logarithmus ist deshalb notwendig, weil der Schalldruck am menschlichen Ohr über mehrere Zehnerpotenzen gehen kann. Der Bezugsschalldruck entspricht 2 × 10-4 µbar und damit der so genannten Hörbarkeitsschwelle bei 1 000 Hertz - das ist der Schalldruck, den das menschliche Ohr gerade noch wahrnimmt. Die Wahrnehmung des Ohres ist allerdings nicht nur vom Schalldruck allein, sondern auch von der Frequenz abhängig. Dieser Sachverhalt wird mit dem A-Schallpegel berücksichtigt. Eine Zunahme um 10 dB(A) bedeutet etwa eine Verdoppelung der Lautstärke. Der Geräuschpegel einer Lärmquelle macht aber nicht allein die Wirkung aus. Die Dauer ist ebenfalls wichtig. In manchen Fällen tritt der Lärm in Abständen auf (z. B. der Lärm durch Flug- oder Zugverkehr), während er in anderen Fällen mehr oder weniger dauerhaft ist (z. B. bei Autobahnen oder Fabriken). Wenn einzelne Lärmvorkommen deutlich voneinander abgegrenzt werden können, sind maximale Lautstärke und Dauer sowie Anzahl der einzelnen Vorkommen die wichtigsten Faktoren, während bei dauerhaftem Lärm verschiedene Methoden entwickelt wurden, um die zahlreichen zeitlichen Merkmale verschiedener Quellen zu beschreiben. In Deutschland enthalten besondere Lärmschutzgesetze (z. B. Bundes-Immissionsschutzgesetz, Fluglärmgesetz, Arbeitsstättenverordnung) Regelungen und Grenzwerte zum Schutz vor Lärm.
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