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Windows Live® Suchergebnisse VersalzungEnzyklopädieartikel
Versalzung, Vorgang, der zu einer übermäßigen Konzentration leicht löslicher Salze im Boden oder Wasser führt. Versalzte Böden schaden der Landwirtschaft; das Ausmaß des Schadens hängt von der Bepflanzung, dem Boden und den klimatischen Faktoren ab. Versalzung tritt hauptsächlich bei Bewässerung in Trockengebieten auf; Schätzungen zufolge sind weltweit 10 bis 50 Prozent der künstlich bewässerten Fläche betroffen. Bei der künstlichen Bewässerung in trockenen Klimazonen werden häufig große Mengen Wasser und damit auch Salz zugeführt, abhängig von Nutzung und Boden pro Hektar und Jahr bis zu 6 000 Kubikmeter. Böden versalzen, wenn das Wasser zu salzhaltig, die Verdunstung sehr groß oder die Entwässerung beeinträchtigt ist. Die Salze stammen aus natürlicher Verwitterung von Gesteinen und Mineralien, werden durch Bewässerung herangeführt, sind in geringen Konzentrationen als Meersalz in Regenwasser enthalten oder wehen aus trockenen Salzebenen heran. Meist nimmt die Salzkonzentration infolge höherer Wasserverdunstung zu. Die Rodung von Wäldern etwa führt zu verringertem Wasserverbrauch durch Pflanzen; in der Folge steigt der Grundwasserspiegel, salzhaltiges Wasser steigt, verdunstet an der Oberfläche und lässt die Salze im Boden zurück. Auch bei künstlich bewässerten Böden spielt die Verdunstung eine wesentliche Rolle bei der Versalzung: Bei Überbewässerung und zugleich unzureichender Entwässerung reichern sich durch Verdunstung des überschüssigen Wassers Salze im Boden an. Eine Kontrolle des Salzgehalts von Böden bedarf einer guten Bodenbewirtschaftung, damit eine Bodendegradierung verhindert wird.
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