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Windows Live® Suchergebnisse Lorenzo VallaEnzyklopädieartikel
Lorenzo Valla (1407-1457), der einflussreichste Humanist der italienischen Renaissance. Valla wurde in Rom geboren, erhielt Unterricht in Griechisch und Latein und eignete sich im Selbststudium ein breites Wissen an. Obwohl er keine Universität besucht hatte, wurde er 1431 Professor für Rhetorik an der Universität Pavia. Nach zwei Jahren musste Valla aufgrund eines Meinungsstreites seine Tätigkeit unvermittelt aufgeben. Danach wurde er Sekretär von Alfons V. von Neapel. Zu dieser Zeit verfasste Valla das berühmte Pamphlet Declamatio (1440, Vortrag über die zu Unrecht anerkannte, erlogene Konstantinische Schenkung), welches die Einmischung der Kirche in weltliche Angelegenheiten in Frage stellte. Die Schrift war heftig umstritten: 1444 musste Valla sich vor der Inquisition verantworten und wurde erst nach dem Einschreiten von König Alfons freigelassen. Von 1448 bis zu seinem Tod arbeitete er für die päpstliche Kurie. Während dieser Zeit übersetzte er u. a. Homer, Aesop und Herodot. Außerdem verfasste er eigene Schriften wie Elegantiarium Linguae Latinae (Von den Schönheiten der lateinischen Sprache), mit der er ein Sprachkonzept vorstellte, das auf den Gebrauch und die Veränderung der Sprache in ihrer geschichtlichen Entwicklung beruht. Diese 1441 geschriebene Schrift wurde 1471 zum ersten Mal veröffentlicht und beeinflusste u. a. Erasmus von Rotterdam. Vallas Arbeit gründete sich auf die Philologie und die Rhetorik. Dabei betonte er die Bedeutung einer präzisen und klaren Sprache als Medium menschlicher Erfahrung. Auch wandte Valla sich gegen die Metaphysik der Scholastik.
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