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Oase

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Oase auf der Sinai-HalbinselOase auf der Sinai-Halbinsel

Oase, Gebiet innerhalb einer Wüste, in dem ausreichend Feuchtigkeit für eine permanente Vegetation sorgt. Oasen variieren in ihrer Größe von kleinen Teichen, die von wenigen Palmen umgeben sind, bis zu Gebieten von mehreren Quadratkilometern, die große Städte und eine beträchtliche Landwirtschaft mit Wasser versorgen, wie z. B. die Oase Siwa im Nordwesten von Ägypten nahe der libyschen Grenze. Das Wasser, das die Grundlage für eine Oase bildet, stammt aus Quellen oder Brunnen, die von den unterirdischen Wasservorkommen in den Felsen der jeweiligen Region abhängen. Je nachdem unterscheidet man Grundwasser-, Quell- oder Flussoasen. Des Weiteren wird zwischen Oasen und Salzpfannen differenziert. Letztere beziehen das Wasser durch die Niederschläge oder die kurzlebigen Flüsse, die sich nach Stürmen bilden und nur ein paar Stunden existieren. Das Wasser einer Salzpfanne wird selten wieder aufgefüllt. Da es starker Verdunstung ausgesetzt ist, ist eine Salzpfanne, wie der Namen schon sagt, meist sehr salzig. Riesige Salzpfannen befinden sich im Etosha Nationalpark im Norden von Namibia und in Australien, z. B. der Amadeussee im Northern Territory, der Eyresee, der Torrenssee und der Gairdnersee in Südaustralien.

Einige Oasen entstehen durch Deflationsniederungen, Gebiete, die vom Wind bis zum Grundwasserspiegel abgetragen wurden, wie z. B. das Chott-Gebiet von Algerien und Tunesien. Andere Oasen werden durch ein artesisches System mit Wasser versorgt. Hier bietet eine beckenförmige, wasserdurchlässige Gesteinsschicht, ein Grundwasserleiter, der nach oben und unten jeweils mit einer undurchlässigen Schicht umgeben ist, dem Wasser eine Möglichkeit, aus einem Quellgebiet, meist einem Gebirge, in die Oase zu fließen. Manchmal muss zunächst die obere Aquifuge eines artesischen Brunnens durchbohrt werden, um das Wasser an die Oberfläche zu bringen. Beispiele artesischer Becken finden sich in Libyen und in Australien, besonders bemerkenswert sind hier Teile des Australischen Tieflands westlich der Great Dividing Range.

Auch wenn einige der größeren Oasen über große Flächen von Ackerland verfügen, wie z. B. die Oase Dakhla in der Libyschen Wüste Ägyptens, ist die typische Pflanze der Oasenlandschaft dennoch die Palme. Die Oasenbewohner und Wüstennomaden waren abhängig von der Palme, weil sie Nahrung, Baumaterial, Brennstoff, Öl zum Kochen und Schatten bot. In manchen Gebieten ist die Austrocknung ein Problem. Viele Oasen sind von Dünen bedroht, die ehemals kultivierten und bewohnten Gebieten immer näher kommen, wie z. B. Kerzaz im westlichen Mittelalgerien.

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