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Alentejo

Enzyklopädieartikel

Alentejo, Provinz in der Mitte und im Süden Portugals, westlich der spanischen Grenze und südlich des Tejo. Im Süden grenzt diese Provinz an die Algarve und im Westen an den Atlantischen Ozean. Heute ist der Alentejo (portugiesisch: „unter dem Tejo”) in drei Verwaltungsbezirke geteilt, deren Zentren die Städte Portalegre, Évora und Beja sind. Die Region erstreckt sich über etwa ein Drittel der Gesamtfläche des Landes (23 683 Quadratkilometer), die Einwohnerzahl beträgt etwa 420 000. Wichtige Flüsse neben dem Tejo sind der Sado, der in der Serra de Monchique entspringt und nach Norden verläuft, und der Guadiana, der direkt in den Süden nach Spanien fließt und dessen Flussufer größtenteils die Grenze zwischen diesen beiden Ländern bildet.

Der Alentejo ist überwiegend flach und besteht aus Sumpfgebieten und unbewohnten, trockenen Ebenen. Es gibt nur verhältnismäßig wenig Viehzucht, aber ungeachtet des Wassermangels werden in den fruchtbareren Gegenden im Osten des Alentejo beachtliche Erträge in der Weizen- und Olivenproduktion erzielt. Um die Städte Vendas Novas und Elvas herum wurden große Pflaumenplantagen angelegt, und an den Flanken der Gebirgsketten von Mesquita und Caldeirão liegen ausgedehnte Korkeichen-, Pinien-, Stechpalmen- und Kastanienwälder. Die politischen Verhältnisse im Alentejo, der früher eine Region mit großen fazendas (Gutshöfen) war, änderten sich nach der Revolution 1975 entscheidend. Die ehemaligen, riesigen Güter wurden in Kooperativen der Landarbeiter umgewandelt. Nachdem das Land wieder in privates Eigentum überführt wurde, kam es in dieser Region, die zu den ärmsten in Europa zählt, zu einer Verstärkung der ökonomischen und sozialen Probleme.

Die Mehrheit der Bevölkerung dieser dünnbesiedelten Gegend lebt heute in den Städten, besonders im Touristenzentrum Évora. An der rauen Atlantikküste haben sich zahlreiche ehemalige Fischerorte zu viel besuchten Urlaubsorten gewandelt. Der einzige Hafen von Bedeutung ist Sines.

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