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    Dieser Artikel erläutert die „Reconquista“ auf der Iberischen Halbinsel; Städte mit diesem Namen finden sich unter Reconquista (Argentinien) und Reconquista (Chile).

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    Reconquista ist eine Stadt im Norden Argentiniens. Sie liegt im Norden der Provinz Santa Fe und ist mit 66.143 Einwohnern (2001, INDEC) die viertgrößte Stadt der Provinz.

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Reconquista

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Die Schlacht von Navas de TolosaDie Schlacht von Navas de Tolosa
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Erfolge und Rückschläge

Im 10. Jahrhundert kam die Reconquista zum Stillstand, da nun das Kalifat von Córdoba die muslimische Herrschaft wieder auf der gesamten Iberischen Halbinsel durchzusetzen suchte. Erst ein erneuter Sieg der Christen unter der Führung von König Ramiro II. von León bei Simancas 939 erlaubte die christliche Expansion südlich des Duero. 940 setzte die Besiedelung im Tal des Tormes ein (u. a. Salamanca, Ledesma) ein; gleichzeitig rückte Graf Fernán González von Kastilien nach Sepúlveda vor. Aber diese Erfolge waren nur von kurzer Dauer, denn in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts griffen die Muslime unter ihrem Heerführer Almanzor aus Córdoba das christliche Spanien von allen Seiten an, von Barcelona im Osten bis Santiago de Compostela im Westen; die Christen mussten sich wieder hinter den Duero zurückziehen.

Der Zerfall des Kalifats von Córdoba 1031 markierte einen radikalen Wandel im Kräfteverhältnis zwischen Christen und Muslimen in Spanien. Über einige der Taifas (muslimische Teilreiche), in die das Kalifat zerfallen war, übten die christlichen Könige eine Art Schutzherrschaft aus und forderten Tribut. In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts leiteten die Könige von Kastilien und León die Besiedelung der Region zwischen dem Duero und dem Kastilischen Scheidegebirge in Zentralspanien ein; Salamanca, Ávila und Segovia entwickelten sich zu Hauptorten.

Gleichzeitig näherten sich die Könige von Aragonien den Ausläufern der Pyrenäen und eroberten Huesca (1096) und Barbastro (1100). 1085 nahm Alfons VI. von Kastilien Toledo in Besitz; zuvor hatte er mit dem Herrscher der Taifa Toledo ein entsprechendes Abkommen geschlossen. Toledo war nicht nur die ehemalige Hauptstadt der Westgoten, sondern auch ein Zentrum des muslimischen Reiches in Spanien. Wenig später fielen einige weitere Städte zwischen dem Zentralgebirge und dem Tajo, wie z. B. Atienza, Guadalajara oder Talavera, unter die Herrschaft der Christen. In dieser Region erfolgte die christliche Besiedelung als Überlagerung der ansässigen Muslime durch Bevölkerungsgruppen aus dem Norden.

Die Ankunft der Almoraviden auf der Iberischen Halbinsel im späten 11. Jahrhundert, die die Taifas wieder unter einer Herrschaft einten, führte erneut zu einem Stillstand der Reconquista. Lediglich Alfons I. von Aragonien gelang im Nordosten der Vorstoß in das mittlere Ebrotal sowie die Eroberung von Zaragoza (1118), Tudela und Tarazona (1119), Calatayud (1120) und Daroca (1121). Die maurische Bevölkerung dieser Region blieb größtenteils weiter ansässig, aber es ließen sich in den neu eroberten Städten auch zahlreiche Christen nieder, insbesondere in Zaragoza. Die Herrschaft der Almoraviden war jedoch nicht von langer Dauer; sie endete 1145, und das kurzzeitig geeinte al-Andalus zerfiel wieder in einzelne Taifas.

Unter diesen Vorzeichen unternahmen die Christen, die im Vertrag von Tudillén (1151) die noch zu erobernden muslimischen Gebiete bereits untereinander aufgeteilt hatten, einen erneuten Vorstoß in das muslimische Südspanien. Alfons VIII. eroberte Cuenca, während Ferdinand II. von León Yeltes und Alcántara besetzte. Graf Raimund Berengar IV. von Barcelona nahm das untere Ebrotal ein und eroberte 1148 Tortosa und 1149 Lérida. Sein Sohn, König Alfons II. von Aragonien, nahm 1171 Teruel ein. 1179 unterzeichneten Kastilien und Aragonien einen neuen Vertrag über die Aufteilung der noch muslimischen Gebiete, den Vertrag von Cazorla.

Im späten 12. Jahrhundert wurde al-Andalus erneut unter einer Herrschaft vereint, diesmal durch die Almohaden; die Reconquista kam ein weiteres Mal zum Stehen.

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Die Hauptphase der Reconquista

Der Sieg Alfons VIII. von Kastilien und seiner Verbündeten über die Almohaden bei Las Navas de Tolosa 1212 – der Feldzug gegen die Muslime war erstmals dezidiert als Kreuzzug unternommen worden – makierte den Beginn vom Ende des muslimischen Reiches in Spanien. Al-Andalus zerfiel von neuem in Teilreiche, die Reconquista erfuhr neuen Auftrieb und prägte die Geschichte Spaniens im 13. Jahrhundert, das als die Hauptphase der christlichen Reconquista gelten kann. Innerhalb von wenig mehr als drei Jahrzehnten hatte die Krone von Aragonien die Balearen und das Königreich Valencia unter seine Herrschaft gebracht, und Kastilien hatte Teile von Andalusien und Murcia erobert.

Der Erste, der aus dem Sieg von Las Navas Nutzen zog, ohne selbst daran beteiligt gewesen zu sein, war Alfons IX. von León: Er eroberte 1227 Cáceres und 1230 Mérida und Badajoz. Der erste entscheidende Schritt im Kampf gegen die Muslime aber ging von Aragonien unter Jakob I., dem Eroberer, aus. 1228 stimmten die Cortes von Barcelona der geplanten Expedition gegen Mallorca zu, und 1229 eroberte eine katalanische Flotte Mallorca einschließlich der Hauptstadt Palma. In den folgenden Jahren kamen auch Ibiza und Formentera unter christliche Herrschaft, während Menorca erst 1287 erobert werden konnte. Auf Mallorca lebten zwar weiterhin Mauren, aber die Insel übte auch große Anziehungskraft auf Siedler katalanischer Herkunft aus.

Die Eroberung des Königreichs Valencia nahm etwas mehr Zeit in Anspruch: Sie begann 1232 und wurde erst 1245 abgeschlossen. In der ersten Phase, eingeleitet 1232 durch einen Beschluss der Cortes, eroberten die Christen kleinere Orte wie Burriana oder Peñíscola. Die zweite Phase, 1236 wiederum von den Cortes initiiert, fand ihren Höhepunkt in der Eroberung der Stadt Valencia 1238. Valencia und sein reiches Umland wurden zu gleichen Teilen unter Katalanen und Aragoniern aufgeteilt. In der dritten Phase nahmen die christlichen Heere den südlichen Teil des Reiches ein; die wichtigsten Etappen dabei waren die Eroberung von Cullera (1239) und Alcira (1245). Auch im Königreich Valencia, vor allem im südlichen Teil, blieb ein großer Teil der Mauren weiterhin ansässig.

Für Kastilien und León übernahm Ferdinand III., der Heilige, die Initiative in der Reconquista. 1224, als er noch lediglich König von Kastilien war, stieß er an den oberen Guadalquivir vor und eroberte Städte wie Andújar und Baeza. Nach der Vereinigung von Kastilien und León 1230 unternahm Ferdinand III. eine neue Offensive gegen die Muslime in Südspanien, eroberte 1233 Úbeda, 1236 Córdoba und 1246 Jaén, und nach langer Belagerung fiel schließlich 1248 auch Sevilla, die Hauptstadt der Almohaden. Alfons X., der Weise, der Sohn und Nachfolger von Ferdinand III., brachte 1262 die Eroberung des Guadalquivirtals mit der Eroberung von Jerez und Cádiz zum Abschluss.

Auch die neu eroberten Gebiete in Andalusien wurden unter den Christen aufgeteilt; die muslimische Bevölkerung wurde zunächst aus den Städten und nach ihrem Aufstand von 1264 vollends aus Andalusien vertrieben. Das Königreich von Murcia, das in den Gebietsabkommen einmal Aragonien und ein anderes Mal Kastilien zugesprochen worden war, kam 1243 dank der Bemühungen des späteren Alfons X. unter kastilische Herrschaft. Allerdings lebte neben der kastilischen Mehrheit auch eine bedeutende aragonische Minderheit in Murcia. Die Konflikte mit Aragonien, dem in den Aufteilungsverträgen die Levante hispano (Valencia und Murcia) zugesprochen worden waren, wurden 1244 jedoch im Abkommen von Almizra zwischen Ferdinand III. und Jakob I., in dem die Grenzen der jeweiligen Expansionssphären fixiert wurden, beigelegt.

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Der Abschluss der Reconquista: Die Eroberung von Granada

Unter muslimischer Herrschaft verblieb schließlich nur noch Granada, das bis zum Ende des 15. Jahrhunderts standhielt. Die Eroberung Granadas fiel in die Zuständigkeit Kastiliens, da Granada laut den Aufteilungsabkommen in der kastilischen Expansionszone lag.

Im 14. Jahrhundert war die Reconquista weitgehend zum Erliegen gekommen – abgesehen von einigen Grenzkonflikten in der Gegend um Gibraltar sowie dem Sieg von Salado, den Alfons XI. 1340 errang und der 1344 zur Eroberung von Algeciras führte. Auch im 15. Jahrhundert gab es zunächst nur vereinzelte Konflikte und Schlachten, wie etwa die Eroberung von Antequera 1410 durch Ferdinand, den Onkel und Regenten Johanns II. von Kastilien, oder der Sieg über die Granader bei La Higueruela 1431.

Die Eroberung Granadas und damit der Abschluss der Reconquista erfolgte erst unter den Katholischen Königen Isabella I. von Kastilien und León und Ferdinand II. von Aragonien im ausgehenden 15. Jahrhundert. Der Krieg gegen Granada, die letzte muslimische Bastion in Spanien, begann 1481 und war zunächst von einigen Rückschlägen geprägt, ehe sich das Kriegsglück 1485 zugunsten der Christen wendete: 1485 eroberten sie Ronda, 1487 Málaga und 1489 Baeza. Die Eroberung Granadas am 2. Januar 1492 durch die christlichen Heere markierte schließlich das Ende der Reconquista, das Ende von fast acht Jahrhunderten des Kampfes gegen die „Ungläubigen” und das Ende der muslimischen Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel.

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