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  • Märtyrer – Wikipedia

    Märtyrer (von griechisch μάρτυς „Zeuge“ oder μαρτύριον „Zeugnis“, „Beweis“) [1] sind Menschen, die um des Bekenntnisses ihres Glaubens willen den Tod ...

  • Märtyrer

    Grundidee Kurzinhalt Märtyrer Programmheft. CD. STÜCK. Märtyrer. In bewegenden, farbenprächtigen Szenen, sowie mit historischem Bild- u.

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Märtyrer

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St SebastianSt Sebastian
Artikelgliederung
1

Einleitung

Märtyrer (griechisch mártys: (Blut)zeuge), Bezeichnung für denjenigen, der einen Glauben, eine Überzeugung, ein Prinzip oder eine Sache „bezeugt”, indem er Leid oder den Tod auf sich nimmt.

2

Martyrium im Judentum

Das theologische Denken des Judentums ebenso wie das des Christentums und des Islam verfügt über strenge Kriterien dafür, wer als Märtyrer anzusehen ist. Im Talmud wird nachdrücklich betont, dass nur in sehr wenigen Fällen von Martyrium gesprochen werden darf, da sich durch die Verehrung von Märtyrern Inzest, Ehebruch sowie öffentliche Anbetung falscher Götter und Mord verbreiten könnten. In Fällen, in denen Juden wegen ihres Glaubens mit Gewalt gedroht wurde, durften sie gemäß der Schrift Iggeret ha-shemad (1162/1163, Brief über die Abtrünnigkeit) des Maimonides verheimlichen, dass sie ihr Leben nach der Thora ausrichteten.

3

Martyrium im Christentum

Der erste christliche Märtyrer (nach Jesus Christus) war Stephanus. Im Frühchristentum wurden die Apostel Petrus und Paulus zu Märtyrern, da sie wegen ihres Glaubens getötet wurden. Von der Christenverfolgung im Römischen Reich, deren Höhepunkt in die Zeit des Kaisers Diokletian fiel, zeugen noch heute die Katakomben in Rom, in denen viele Christen begraben liegen, die den Märtyrertod starben. Später forderten erbittert geführte innerkirchliche und zwischenkonfessionelle Richtungskämpfe zahlreiche Opfer, von denen viele später zu Märtyrern erklärt wurden.

4

Martyrium im Islam

Im Islam gibt es einen ähnlichen Fall wie im Christentum Englands. 680 n. Chr. tötete Jasid I., Sohn des sunnitischen Kalifen Muawija I., Husain, den zweiten Sohnes von Ali ibn Abi Talib (Schwiegersohn Mohammeds) und seiner Frau Fatima, der Tochter Mohammeds. Diejenigen, die Husains Anspruch unterstützten, im Gegensatz zu Moawija I. der legitime Kalif zu sein, gehörten zur Partei (Schia) des Ali, waren also Schiiten. Sie und ihre Nachfolger machten aus Husains Grabstätte in Karbala ein Heiligtum, das mit Mekka konkurrierte. Der bedeutendste schiitische Feiertag am 10. Tag des islamischen Monats Moharran dient dem Gedächtnis des Martyriums Husains. Das Fest wird mit Wehklagen begangen, zu denen auch Geißelungen und Darstellungen von Husains Leiden gehören. Diese finden ihren Höhepunkt in einem großen Passionsspiel, an dessen Ende Husain von Engel Gabriel die Schlüssel der Fürsprache übergibt, so dass dieser alle, die ihn verehrt haben, mit sich ins Paradies nimmt.

Husain ist das Vorbild für alle späteren schiitischen Märtyrer, auch derjenigen des Iran-Irak Krieges, die auf dem Märtyrerfriedhof in Teheran begraben sind. Im Islam gibt es die Pflicht zum Jihad, der die Form des „Heiligen Krieges” für den Islam annehmen kann. Durch die Erfüllung dieser Pflicht kann derjenige zum Märtyrer oder Shahid (jemand, der in einer heiligen Schlacht stirbt) werden. Es gibt zahlreiche Vorschriften bezüglich des Alters, des Ehestandes, des Geschlechts, der Gesundheit, des Wohlstandes sowie des Berufs, die die Teilnahme am Jihad regeln und so die Möglichkeit, zum Märtyrer für die Sache des Islam zu werden, begrenzen.

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