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Windows Live® Suchergebnisse Charlton HestonEnzyklopädieartikel
Charlton Heston, eigentlich John Charles Carter, (1924-2008), amerikanischer Schauspieler. Berühmt wurde er mit Rollen in Monumentalfilmen wie Ben Hur (1959; Ben Hur), für die er mit einem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Charlton Heston wurde am 4. Oktober 1924 als Sohn eines Mühlenarbeiters in Evanston (Illinois) geboren und wuchs in Saint Helen (Michigan) und Winnetka (Illinois) auf. Er besuchte die High School in Winnetka und absolvierte von 1941 bis 1943 ein Schauspielstudium an der Northwestern University. Seinen ersten Filmauftritt hatte Heston 1945 in einer Amateurverfilmung von Henrik Ibsens Peer Gynt. Nach seinem Militärdienst bei der US-Luftwaffe (1944-1947) gab er 1947 sein Bühnendebüt in William Shakespeares Drama Antonius und Cleopatra am Broadway. Zwei Jahre später übernahm er die Rolle des Antonius nochmals in einer weiteren Amateurverfilmung. Mit der Hauptrolle in dem Thriller Dark City (1950; Stadt im Dunkel) stieg er ins professionelle Filmgeschäft ein. Der Durchbruch kam mit dem Zirkusfilm The Greatest Show on Earth (1952; Die größte Schau der Welt). Dabei gelang es ihm, seine starke körperliche Präsenz und seine reduzierte Spielweise mit seiner sonoren Stimme zu unterstreichen, ein Stil, der ihm zahlreiche weitere Heldenrollen einbrachte, so etwa in den Filmepen The President’s Lady (1953; Gefährtin seines Lebens) und The Buccaneer (1958; König der Freibeuter), wo er jeweils die Rolle des US-Präsidenten Andrew Jackson übernahm. In Cecil B. De Milles monumentalem Bibelfilm The Ten Commandments (1956; Die zehn Gebote) war Heston als Moses zu sehen. Für seine Rolle als jüdischer Galeerensklave in William Wylers opulentem Historienfilm Ben Hur (1959; Ben Hur) erhielt er einen Oscar als bester männlicher Hauptdarsteller. In den sechziger Jahren war er in El Cid (1961; El Cid), The Greatest Story Ever Told (1965; Die größte Geschichte aller Zeiten, als Johannes der Täufer), The Agony and the Ecstasy (1965; Inferno und Extase, als Michelangelo) und Khartoum (1966; Khartoum, als General Gordon) auf der Leinwand präsent. Bemerkenswert in dieser Phase seiner Karriere war auch der Sciencefictionklassiker Planet of the Apes (1968; Planet der Affen). Sein Talent für prägnante Gastauftritte konnte er in Touch of Evil (1958; Im Zeichen des Bösen) von Orson Welles, The War Lord (1965; Die Normannen kommen) und Almost an Angel (1990; Beinahe ein Engel) unter Beweis stellen. In den populären TV-Serien wie The Colbys (1985) und Dynasty (1985/86; Der Denver-Clan) übernahm er kleinere Parts. Auch in Tim Burtons Remake Planet of the Apes (2001; Planet der Affen) wurde Heston mit einer kleinen Rolle bedacht, als Hommage an seine Mitwirkung in Franklin J. Schaffners Original von 1968. Ungewöhnlich für einen Hollywooddarsteller seiner Generation spielte Heston auch weiterhin am Theater, wobei er das klassische Fach (vor allem Shakespeare) bevorzugte. So stand er dreimal als Macbeth auf der Bühne (1954, 1959 und 1976). Darüber hinaus wirkte er in Filmadaptionen von Julius Caesar (1970) und Antonius und Cleopatra (1972) mit. Außerdem verkörperte er den englischen Staatsmann Sir Thomas More sowohl auf der Bühne (1965 und 1987) als auch in Robert Bolts TV-Film A Man for All Seasons (1988; Ein Mann zu jeder Jahreszeit). In den sechziger Jahren engagierte sich Heston als Parteigänger der Demokratischen Partei im Kampf gegen die Rassentrennung, ehe er später konservative Positionen bezog und zu einem kompromisslosen Repräsentanten amerikanischer Werte wurde. Für negative Schlagzeilen sorgte Heston in seiner Funktion als Präsident der National Rifle Association (1998-2003), der wichtigsten Organisation der amerikanischen Waffenlobby, die im Wahlkampf regelmäßig die Republikanische Partei unterstützt und für ein liberales Waffengesetz eintritt. Von 1965 bis 1971 war er Präsident der Screen Actor’s Guild, der amerikanischen Schauspielergewerkschaft. 1979 erschien der erste Teil seiner Autobiographie unter dem Titel The Actor’s Life: Journals 1956-1976, gefolgt von In the Arena (1995). Heston starb am 5. April 2008 in Beverly Hills (Kalifornien).
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