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Windows Live® Suchergebnisse Christopher LeeEnzyklopädieartikel
Christopher Lee (*1922), britischer Filmschauspieler. Mit der überzeugenden Verkörperung des Vampirs Dracula in einer ganzen Reihe von Horrorfilmen wurde er weltbekannt. Lee wurde am 27. Mai 1922 als Sohn einer italienischen Mutter und eines englischen Vaters in London geboren. Nach dem Besuch des Wellington College diente er während des 2. Weltkrieges als Pilot bei der Royal Air Force, ehe er in der zweiten Hälfte der vierziger Jahre zum Film kam. Sein Leinwanddebüt gab Lee unter der Regie von Terence Young in Corridors of Mirrors (1948). Weitere bemerkenswerte Filme zu Beginn seiner Laufbahn waren Scott of the Antarctic (1948; Scotts letzte Fahrt), Moulin Rouge (1953; Moulin Rouge) und The Battle of the River Plate (1956; Panzerschiff Graf Spee). Weltbekannt wurde Christopher Lee mit dem Part des Vampirs in Terence Youngs Horrorfilm Dracula (1958; Dracula, nach dem Roman von Bram Stoker). Die überzeugende Verkörperung des aristokratischen Blutsaugers legte ihn in der Folge auf Rollen in Horrorfilmen fest, meist zweitklassigen Produktionen von Terence Fisher aus den Hammer Studios, wie The Curse of Frankenstein (1957; Frankensteins Fluch), The Hound of the Baskervilles (1959; Der Hund von Baskerville, nach der gleichnamigen Sherlock-Holmes-Erzählung von Arthur Conan Doyle) und The Mummy (1959; Die Rache der Pharaonen). In diesen Filmen war er häufig an der Seite von Peter Cushing und Vincent Price zu sehen. Verstärkt durch John Carradine spielte dieses Trio in dem Horrorklassiker House of the Long Shadows (1983; Das Haus der langen Schatten). Auch den Part des Grafen Dracula übernahm Lee weiterhin in einer ganzen Reihe von Vampirfilmen. Seine markante Physiognomie bestimmte ihn auch abseits von dieser Lebensrolle für die Verkörperung von Schurken und bedrohlichen Charakteren. Lee, dessen schauspielerische Fähigkeiten meist unzureichend gefordert wurden, spielte zudem in anspruchsvolleren Filmen, u. a. in der Titelrolle in Billy Wilders Detektivfilm-Persiflage The Private Life of Sherlock Holmes (1970; Das Privatleben des Sherlock Holmes) und als Bösewicht Scaramanga in dem James-Bond-Film The Man with the Golden Gun (1974; Der Mann mit dem goldenen Colt). Weitere Auftritte hatte Lee in 1941 (1979; 1941 – wo, bitte, geht’s nach Hollywood), Gremlins 2; The New Batch (1990; Gremlins 2 – Die Rückkehr der kleinen Monster) von Steven Spielberg, Tim Burtons Sleepy Hollow (1999; Sleepy Hollow) sowie in zahlreichen europäischen und amerikanischen Fernsehproduktionen, u. a. in verschiedenen Sherlock-Holmes-Serien. In Peter Jacksons visuell eindrucksvoller J. R. R. Tolkien-Adaption The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring (2001; Der Herr der Ringe: Die Gefährten) brillierte er als böser Zauberer Saruman. Für George Lucas übernahm er den Part des skrupellosen Sith-Lords Dooku in Star Wars: Episode III – Revenge of the Sith (2005; Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith), dem Abschluss des großen Sciencefiction-Märchens. Unter dem Titel Tall, Dark and Gruesome (1977) veröffentlichte Lee seine Autobiographie.
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