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Vincente Minnelli

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Vincente Minnelli: Vincent Van Gogh – Ein Leben in Leidenschaft (1956)Vincente Minnelli: Vincent Van Gogh – Ein Leben in Leidenschaft (1956)

Vincente Minnelli (1910-1986), amerikanischer Filmregisseur. Minnelli wurde am 28. Februar 1910 in Chicago geboren und stand bereits als Kind auf der Bühne. Nach Anfängen als Bühnenbildner arbeitete er ab 1935 als Regisseur am Broadway, z. B. bei den Stücken At Home Abroad, The Show Is On und Ziegfeld Follies. Auf Einladung von Arthur Freed kam Minnelli 1940 nach Hollywood und unterschrieb einen Vertrag bei der Metro-Goldwyn-Mayer (MGM), bei der er zeit seines Lebens blieb. 1943 wurde ihm für Cabin in the Sky (Ein Häuschen im Himmel) erstmals die Regie übertragen. 1944 spielte Judy Garland unter seiner Regie in Meet Me in St. Louis, und die beiden heirateten ein Jahr später (Scheidung 1952); aus der Ehe ging ihre Tochter Liza Minnelli hervor, die später als Schauspielerin und Sängerin zu Weltruhm gelangte. In den vierziger und fünfziger Jahren führte Minnelli bei zahlreichen namhaften Musicals Regie, darunter bei The Pirate (1948, Der Pirat, mit Gene Kelly und Judy Garland), An American in Paris (1951, Ein Amerikaner in Paris, mit Gene Kelly und Leslie Caron) und The Band Wagon (1953, Vorhang auf!, mit Fred Astaire und Cyd Charisse). Minnellis Musicals sind bekannt für die hervorragende Intergration der Tanznummern in den Handlunsgverlauf und für ihre außergewöhnliche Farbdramaturgie.1952 drehte er The Bad and the Beautiful (1952, Stadt der Illusionen) mit Kirk Douglas in der Rolle eines Hollywood-Produzenten und die Filmbiographie über Vincent van Gogh, Lust for Life (1956, Vincent van Gogh – Ein Leben in Leidenschaft).

Später wandte sich Minnelli verstärkt Melodramen zu und wurde neben Douglas Sirk zum bedeutendsten Vertreter dieses Genres in den fünfziger Jahren: The Cobweb (1955, Die Verlorenen), Some Came Running (1959, Verdammt sind sie alle), Home from the Hill (1960, Das Erbe des Blutes), Two Weeks in Another Town (1962, Zwei Wochen in einer anderen Stadt) und The Courtship of Eddie’s Father (1963, Vater ist nicht verheiratet). Minnelli blieb aber auch dem Musical treu mit Kismet (1955), Gigi (1958) und On a Clear Day You Can See for Ever (1970, Einst kommt der Tag ...). Letzteres war mit Barbra Streisand und Yves Montand international besetzt. An American in Paris wurde mit einem Oscar als bester Film prämiert, The Band Wagon und Gigi sowohl in der Kategorie bester Film als auch beste Regie. Ab den sechziger Jahren nahm seine Reputation ab. Sein letzter Film war das Drama A Matter of Time (1976, Nina). Unter dem Titel I Remember It Well (1974) veröffentlichte er seine Memoiren. Vincente Minnelli starb am 25. Juli 1986 in Los Angeles (Kalifornien).

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