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Windows Live® Suchergebnisse Al PacinoEnzyklopädieartikel
Al Pacino, eigentlich Alfredo James Pacino, (*1940), amerikanischer Schauspieler. Mit seiner zurückhaltenden, präzisen Schauspielkunst gehört er zu den herausragenden Charakterdarstellern des zeitgenössischen amerikanischen Films. Pacino wurde am 25. April 1940 als Sohn italienischer Einwanderer in New York geboren, wo er die High School of Performing Arts besuchte. Seine Schauspielausbildung erhielt er am Herbert-Berghof-Studio und ab 1966 in Lee Strasbergs Actors’ Studio. Seinen ersten Theaterauftritt hatte er 1966 in dem Stück The Peace Creeps, 1969 machte er auf sich aufmerksam durch seine Broadway-Rolle in Does the Tiger Wear a Necktie (1969). Nach seinem Leinwanddebüt in der Komödie Me, Natalie (1969; Ich, Natalie) wurde er in seinem zweiten Spielfilm, Jerry Schatzbergs The Panic in Needle Park (1971; The Panic in Needle Park), mit der gelungenen Darstellung eines Drogensüchtigen in den USA zum Star. International bekannt machte ihn sein Auftritt in Francis Ford Coppolas Mafiaepos The Godfather (1972; Der Pate), in dem er schauspielerisch ebenbürtig neben Marlon Brando agierte und der mit einer Oscar-Nominierung belohnt wurde. Den Part des Michael Corleone übernahm er auch in den Fortsetzungen The Godfather II (1974; Der Pate II) und The Godfather III (1990; Der Pate III). In der Folge avancierte Pacino zu einem der gefragtesten amerikanischen Filmschauspieler seiner Generation, mit seiner großen Leinwandpräsenz prägte er die Filme des „New Hollywood”. Immer wieder bewies er den Facettenreichtum seines schauspielerischen Talents, oft als Ganove oder Frauenheld. So überzeugte er als psychopathischer Krimineller in Dog Day Afternoon (1975; Hundstage), als Homosexueller in Cruising (1980; Cruising) und als skurriler Gangster in Brian de Palmas Scarface (1983; Scarface), einem Remake des Howard-Hawks-Klassikers aus den dreißiger Jahren;. 1982 übernahm er den Posten eines künstlerischen Leiters am New Yorker Actors’ Studio, wo er selbst ausgebildet worden war. In den neunziger Jahren setzte Pacino seine Laufbahn mit einer Reihe prägnanter Darstellungen erfolgreich fort. Er spielte in Warren Beattys greller Comic-Adaption Dick Tracy (1990; Dick Tracey) an der Seite von Beatty, Dustin Hoffman und Madonna. Seine bisher reifste und differenzierteste darstellerische Leistung war die Rolle eines blinden ehemaligen Offiziers in der Komödie Scent of a Woman (1992; Der Duft der Frauen), für die er mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Neuere Filme mit Pacino waren der hochkarätige Polizeifilm Heat (1996; Heat, an der Seite von Robert de Niro) und der Politthriller City Hall (1996; City Hall), in dem er in der Rolle des Bürgermeisters von New York zu sehen war. Bei der ehrgeizigen Shakespeare-Adaption Looking for Richard (1996; Al Pacino’s Looking for Richard, mit Winona Ryder, Alec Baldwin und Kevin Spacey) war der Schauspieler erstmals auch als Regisseur und Produzent tätig. Es folgten Mike Newells atmosphärisch dichtes Mafiadrama Donnie Brasco (1997; Donnie Brasco, nach den Memoiren des FBI-Agenten Joe Pistone), Oliver Stones Sportfilm Any Given Sunday (1999; An jedem verdammten Sonntag), in dem Pacino als passionierter Footballtrainer überzeugte, Christopher Nolans Thriller Insomnia (2002; Insomnia – Schlaflos) und die Shakespeare-Verfilmung The Merchant of Venice (2004; Der Kaufmann von Venedig). Neben seiner Filmarbeit brillierte Pacino 2002 in der Titelrolle von Bertolt Brechts Arturo Ui am New Yorker Broadway in einer zeitgemäßen Inszenierung des britischen Regisseurs Simon McBurney.
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