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  • Borghese – Wikipedia

    Borghese ist der Name eines römischen Adelsgeschlechts. Die Familie entstammte ursprünglich dem sienesischen Patriziat. Zum Hochadel zählt sie, seitdem Papst Paul V. (geboren ...

  • Villa Borghese (Rom) – Wikipedia

    Villa Borghese ist die Bezeichnung für eine Parkanlage mit einem Kunstmuseum in Rom. Zu dem Gelände führen vier Eingänge: an der Via Pinciana, der Piazza E.

  • Casal Borghese - Mittagstische in Karlsruhe

    Bei ungemütlichem Herbstwetter (nass, windig und kalt) bestand Thomas am letzten Donnerstag darauf, einen neuen Italiener auszuprobieren, der leider etwas ab vom Schuss liegt.

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Borghese

Enzyklopädieartikel

Borghese, italienische Adelsfamilie, die ursprünglich aus der Repulik Siena stammte und zu Beginn des 16. Jahrhunderts nach Rom übersiedelte, wo sie zu Reichtum, Macht und Einfluss kam. Bis ins 19. Jahrhundert spielten die Borghese eine bedeutende Rolle im politischen Leben Roms und Italiens.

Einer der Borghese, Galgano, war päpstlicher Gesandter in Neapel (1456). Ein anderer, Pietro, wurde von Papst Leo X. zum römischen Senator ernannt. Camillo Borghese wurde 1605 als Paul V. Papst; er brachte seine Familie zu Reichtum, Macht und Titeln: Sein Neffe, Marcantonio II. (1598-1658), ein direkter Vorfahre der bis heute fortbestehenden Linie der Familie Borghese, wurde zum Fürsten erhoben, und durch Heiraten mit den Familien Orsini und Aldobrandini kam diese Linie zu großem Reichtum. Ein anderer, ein adoptierter Neffe des Papstes, Scipione Caffarelli (1576-1633), wurde Kardinal und widmete sich der komplizierten Politik der Kirche. Er verwendete einen Großteil seines Reichtums auf die Restauration und den Bau einiger Kirchen und Paläste in Rom; er förderte den Bildhauer und Architekten Gian Lorenzo Bernini und ließ die berühmte Villa Borghese auf dem Pincio in Rom errichten. Marcantonio IV. (1730-1800) führte die Familientradition des Mäzenatentums fort; er ließ die Villa Borghese restaurieren, ein Projekt, das er durch seine Heirat mit der Erbin der Salviati-Familie finanzierte.

Der sienesische Zweig der Familie spielte weiterhin eine Rolle in der Kirche und stellte u. a. drei Kardinäle: Pietro Maria (1600-1642), Francesco (1697-1759) und ein weiterer Scipione (1734-1782). Camillo Filippo Ludovico (1775-1832) heiratete 1803 Pauline Bonaparte, eine Schwester Napoleons, von der er sich jedoch 1815 wieder trennte. 1807 musste Camillo die Kunstsammlung der Familie an Napoleon verkaufen, erhielt sie aber 1815 zum größten Teil wieder zurück. Paolo Borghese (1845-1920) verkaufte Ende des 19. Jahrhunderts die Sammlung erneut; sie ist heute zum Teil im Besitz des italienischen Staates und des Vatikans.

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