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    Sonntag, 5. Oktober 2008: 15.20: Premiere Nostalgie Jagdgeschwader Wildkatze Kriegsfilm, USA, 1950, 96 min, FSK 12: Dienstag, 14. Oktober 2008: 21.40: Premiere Nostalgie

  • Nicholas Ray – Wikipedia

    Nicholas Ray (* 7. August 1911 in Galesville (bei La Crosse), Wisconsin als Raymond Nicholas Kienzle Jr.; † 16. Juni 1979 in New York City) war ein US-amerikanischer ...

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Nicholas Ray

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Nicholas Ray: FilmeNicholas Ray: Filme

Nicholas Ray, eigentlich Raymond Nicholas Kienzle, (1911-1979), amerikanischer Filmregisseur. Seine erfolgreichsten Arbeiten sind der melodramatische Western Johnny Guitar (1954; Wenn Frauen hassen) und der Kultfilm Rebel without a Cause (1955; …denn sie wissen nicht, was sie tun) mit James Dean.

Ray wurde am 7. August 1911 als Sohn eines Baumeisters norwegischer Abstammung in Galesville (Wisconsin) geboren und wuchs in La Crosse auf. Er studierte Architektur an der University of Wisconsin und Chicago als Schüler von Frank Lloyd Wright, wo auch darstellende Künste zum Lehrplan gehörten. Hier kam er als Schauspieler und Regisseur bei Laiengruppen mit der Theaterarbeit in Berührung. 1932 kam Ray nach New York, wo er gemeinsam mit Elia Kazan, John Houseman und Martin Ritt an verschiedenen Theaterprojekten arbeitete. Nachdem er während des 2. Weltkrieges Propagandasendungen für den Rundfunk geschrieben hatte, wandte er sich als Regieassistent von Kazan dem Film zu.

Sein Debüt als Filmregisseur lieferte Ray mit dem bemerkenswerten pessimistischen Kriminalfilm They Live by Night (1948/49; Sie leben bei Nacht), einer Adaption eines Romans von Edward Anderson. Es folgten der sozialkritische Gerichtsfilm Knock on Any Door (1949; Vor verschlossenen Türen) und In a Lonely Place (1950; Ein einsamer Ort), beide mit Humphrey Bogart in der Hauptrolle, der Kriegsfilm Flying Leathernecks (1951; Stählerne Schwingen), der Rodeofilm The Lusty Men (1952; Arena der Cowboys) mit Robert Mitchum und der Western Run for Cover (1954; Im Schatten des Galgens) mit James Cagney.

Mit Johnny Guitar (1954; Wenn Frauen hassen) schuf Ray einen in vielerlei Hinsicht ungewöhnlichen Beitrag zum Westerngenre. Der Film mit Joan Crawford, Sterling Hayden und Mercedes McCambridge verfügt im Gegensatz zu Standards der Gattung über ausgeprägte Melodramelemente, eine auffällige Farbdramaturgie und mit seinen starken Protagonistinnen eine abweichende Geschlechterrollencharakteristik. Die augenfällige Abweichung von der Ästhetik des Hollywoodkinos machten Ray zu einem Kultregisseur der französischen Filmkritiker im Umkreis der Cahiers du cinéma, die ihn als Autorenfilmer innerhalb des Studiosystems würdigten.

Seinen größten Publikumserfolg hatte er mit dem brisanten Melodram Rebel without a Cause (1955; …denn sie wissen nicht, was sie tun) mit James Dean in der Rolle des jugendlichen Rebellen, Natalie Wood und Sal Mineo. Der Film schildert den Konflikt des Helden mit einer Jugendbande und thematisiert den Generationenkonflikt und die Entfremdung der Heranwachsenden in einer amerikanischen Kleinstadt. James Dean wurde damit weltweit zum Idol der Jugend, die seine Frisur, seine Kleidung und sein lässig-mürrisches Auftreten kopierte. In all diesen Filmen zeigt Ray gebrochene Helden, deren Leben geprägt ist von Entwurzelung und Sehnsucht nach Heimat, die jedoch nicht erfüllt wird. In Widerspruch zu den gesellschaftlichen Normen behaupten die Protagonisten ihr individuelles Freiheitsstreben in einer feindlichen Lebenswelt.

Rays Regieleistung und die meisterhafte Kameraarbeit kamen erneut zum Ausdruck in Filmen wie Bigger than Life (1956; Eine Handvoll Hoffnung), The True Story of Jesse James (1956; Rächer der Enterbten) und Party Girl (1958; Das Mädchen aus der Unterwelt). Nachdem ihm bis zu diesem Zeitpunkt die finanziellen Mittel für aufwendigere Produktionen fehlten, wurde er von Samuel Bronston für die Großprojekte King of Kings (1961; König der Könige) und 55 Days at Peking (1963; 55 Tage in Peking) engagiert, die jedoch nicht die Qualität seiner früheren Arbeiten erreichten.

Trotz dieser Erfolge begann Rays Enthusiasmus für Filme made in Hollywood zu schwinden. Er zog sich aus dem Filmgeschäft zurück und verlegte seinen Schwerpunkt auf den Unterricht und experimentelle Arbeiten. Für manche Kritiker ist er der originellste Hollywood-Regisseur der fünfziger Jahre. In den siebziger Jahren hatte er Gastauftritte als Schauspieler in Wim Wenders’ Highsmith-Verfilmung Der amerikanische Freund (1977) und in Miloš Formans Musical Hair (1979; Hair). Wenders drehte unter dem Titel Nick’s Film – Lightning Over Water (1980) ein halbdokumentarisches Werk über das Filmemachen und eine Hommage an Nicholas Ray, bei der der Regisseur, bereits von seinem Krebsleiden gezeichnet, selbst mitwirkte. Nicholas Ray starb am 16. Juni 1979 in New York.

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