![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse KhmerEnzyklopädieartikel
Khmer, die dominierende Bevölkerungsgruppe (etwa fünf Millionen Menschen) in Kambodscha (das ehemahlige Kamputschea), sie stellen über 87 Prozent der nationalen Bevölkerung. Weitere rund drei Millionen leben in den Nachbarstaaten. Die Khmer zogen 200 v. Chr. aus dem Gebiet des heutigen Thailands in das Mekongdelta hinab. Über Jahrhunderte hinweg unterlag ihre Kultur dem Einfluss Indiens. Das erste Königreich der Khmer, Funan (vom 1. bis zum 6. Jahrhundert), war dem Staat Zhenla einverleibt, dem das Reich der Khmer folgte. Dieses riesige Reich, dessen Blütezeit zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert war, ist heute für Kunst und Architektur bekannt, so z. B. für den Tempel von Angkor Wat. Als das Königreich seine politische Vormachtstellung in der Region an Thais und Vietnamesen verloren hatte, musste es die Franzosen um Schutz ersuchen, der ihnen 1864 gewährt wurde. 1887 wurde es Teil der Kolonie Französisch-Indochina. Nach der Unabhängigkeitserklärung 1954 wurde Prinz Norodom Sihanouk Herrscher des Landes. Seinem Sturz (1970) folgte eine Zeit des Bürgerkrieges und zwischen 1975 und 1979 die Herrschaft der berüchtigten revolutionären Bewegung der Roten Khmer. Bevor die Roten Khmer landwirtschaftliche Kollektive einführten, lebte die Mehrheit der Bevölkerung als Selbstversorger von Reisanbau und Fischfang. Die meisten Khmer sind Buddhisten. Die traditionelle Gesellschaft der Khmer bestand aus sechs Klassen: der königlichen Familie; den Brahmanen, welche die königlichen Rituale durchführten; Mönchen; Beamten; Bürgern und Sklaven. Bevor die Roten Khmer an die Macht kamen, lebte die Bevölkerung meist in der Nähe der Klöster, die auch großen Einfluss auf das weltliche Leben ausübten. Die Sprache der Khmer zählt zur Sprachfamilie der Mon-Khmer.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |