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Windows Live® Suchergebnisse Konrad DudenEnzyklopädieartikel
Konrad Duden (1829-1911), deutscher Philologe. Er wurde am 3. Januar 1829 auf dem Gut Bossigt in Lackhausen bei Wesel am Niederrhein geboren. Von 1846 bis 1848 studierte er Geschichte, Germanistik und klassische Philologie an der Universität Bonn. Nach Beendigung seines Studiums wirkte Duden den größten Teil seines Lebens als Hauslehrer, Gymnasiallehrer und -direktor in Frankfurt (1848-1854), Genua (bis 1859), Soest (1859-1869), Schleiz (Thüringen, 1869-1876) und Bad Hersfeld (1876-1905). 1872 veröffentlichte er den Band mit dem Titel Die deutsche Rechtschreibung. Abhandlungen, Regeln und Wörterverzeichnis mit etymologischen Angaben, aus dem dann im Jahr 1880 das Vollständige orthographische Wörterbuch der deutschen Sprache hervorging. Mit diesem Werk legte Duden die Grundlage für eine einheitliche deutsche Rechtschreibung. Seit 1880 wird der Duden vom Bibliographischen Institut herausgegeben, das zunächst in Leipzig angesiedelt war und heute seinen Sitz in Mannheim hat. Die amtlichen Rechtschreibregeln, die im Jahr 1901 vom Königlichen Preußischen Ministerium der geistlichen und Unterrichts-Angelegenheiten unter dem Titel Regeln für die deutsche Rechtschreibung veröffentlicht und 1955 durch die Kultusministerkonferenz als verbindlich bestätigt wurden, waren gültig bis zur neuen Rechtschreibreform, deren In-Kraft-Treten für den 1. August 1998 festgelegt wurde. Mit der neunten Auflage aus dem Jahr 1915 erschien das orthographische Wörterbuch Konrad Dudens unter dem Titel Duden. Rechtschreibung der deutschen Sprache und der Fremdwörter. Konrad Duden starb am 1. August 1911 in Sonnenberg bei Wiesbaden.
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