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Windows Live® Suchergebnisse Horst SeehoferEnzyklopädieartikel
Horst Seehofer (*1949), deutscher Politiker (CSU), Bundesminister für Gesundheit (1992-1998) und für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (seit 2005). Horst Seehofer wurde am 4. Juli 1949 in Ingolstadt geboren. 1965 legte er die mittlere Reife ab, 1970 die Verwaltungsprüfung für den gehobenen Dienst, und 1979 erwarb er ein Diplom an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie München. Erste berufliche Erfahrungen sammelte Seehofer von 1970 bis 1980 in den Landratsämtern Ingolstadt und Eichstätt; von 1974 bis 1980 war er als Geschäftsführer des Planungsverbandes und des Rettungszweckverbandes Region Ingolstadt tätig. 1971 trat Seehofer der CSU bei. Zwischen 1971 und 1980 hatte er verschiedene Funktionen in der Jungen Union und der CSU inne; so war er Landesvorstandsmitglied der Christlich-Sozialen Arbeitnehmerschaft (CSA). Im September 1994 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der CSU gewählt. Seit 1980 Mitglied des Deutschen Bundestages, war Seehofer von 1989 bis 1992 Parlamentarischer Staatssekretär im von Norbert Blüm geleiteten Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung. 1992 wurde er Nachfolger von Gerda Hasselfeldt als Bundesminister für Gesundheit. In dieser Funktion trieb er die Reform des Gesundheitswesens voran, stieß damit jedoch sowohl bei den Versicherten als auch bei der Ärzteschaft auf heftige Kritik. Mit der Ablösung der Regierung Kohl durch die rotgrüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder im Oktober 1998 endete auch Seehofers Amtszeit als Bundesminister. Als die Unionsparteien nach ihrer Niederlage bei den Bundestagswahlen im September 1998 in die Opposition verwiesen waren, wurde Seehofer für die CSU-Landesgruppe einer der stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. Zunächst für Europa, Landwirtschaft und Umwelt zuständig, übernahm er 2000 die Bereiche Gesundheit, soziale Sicherung, Arbeitnehmer und Energie. In dieser Funktion leitete er 2002/03 auf Seiten der Unionsparteien die Verhandlungen mit der Bundesregierung bzw. dem Gesundheitsministerium unter Ulla Schmidt über die Reform des Gesundheitswesens und konnte dabei einen Großteil der Unionspositionen durchsetzen. In der Auseinandersetzung zwischen CSU und CDU über ein gemeinsames Gesundheitskonzept konnte er sich jedoch nicht behaupten. Die Verhandlungen, die er für die Seite der CSU führte und an denen für die CDU maßgeblich deren Vorsitzende Angela Merkel beteiligt war, mündeten schließlich in einem Kompromiss, der nur noch wenig von den ursprünglichen Positionen der CSU enthielt und den Seehofer (und mit ihm zahlreiche relevante Organisationen und Institutionen) als unsolidarisch, bürokratisch und nicht ausreichend gegenfinanziert einschätzte. In der Konsequenz trat Seehofer im November 2004 als stellvertretender Fraktionsvorsitzender zurück und gab zugleich seine Zuständigkeiten ab. Als CDU/CSU nach den vorgezogenen Bundestagswahlen vom September 2005 zusammen mit der SPD unter Angela Merkel als Bundeskanzlerin eine Regierung bildete, wurde Seehofer in das Amt des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz berufen – obwohl er in der Vergangenheit immer wieder in Gegensatz sowohl zu Merkel als auch zum CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber geraten war.
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