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    Ausstellung zur Geschichte der Rechentechnik. Es findet sich ein Anfahrtsplan sowie die Eintrittspreise auf der Webseite. Desweiteren stellt sich der Verein "Spirit of Zuse" e.V ...

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Konrad Zuse

Enzyklopädieartikel

Konrad Zuse (1910-1995), deutscher Ingenieur und Pionier der elektronischen Datenverarbeitung (EDV).

Der am 22. Juni 1910 in Berlin geborene Wissenschaftler baute den ersten, mit dem binären Zahlensystem, aber noch auf mechanischer Basis arbeitenden Computer (Z 1), den er 1936 der Weltöffentlichkeit vorstellte.

Zuse war Bauingenieur und wollte rechnerische Routinearbeiten automatisieren. Sein zweites Modell (Z 2) enthielt neben dem mechanischen Speicher bereits elektromechanische Bauteile. Mit Z 3 war dann 1941 der erste betriebsfähige programmgesteuerte und mit 2 600 Relais ausgestattete Rechenautomat mit logischen Schaltungen (Und, Oder, Nicht) fertig gestellt. Dieser erste Computer hatte eine Speicherkapazität von 64 Zahlen zu je 22 Dualstellen; der Rechner konnte in der Sekunde bis zu 20 arithmetische Grundoperationen durchführen. Die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt hatte zu einem großen Teil die Entwicklung von Z 3 mitfinanziert. Zuse stellte den Z 3 am 12. Mai 1941 erstmals der Öffentlichkeit vor. Vier Jahre später veröffentlichte Zuse die erste Programmiersprache der Welt Plankalkül.

1949 gründete Zuse im hessischen Neukirchen (Haunetal) im Kreis Hersfeld-Rotenburg eine eigene Firma. Die Zuse KG stellte Relais- und Elektronenrechner her. Mit dem Z 22 entwickelte Zuse seinen ersten Elektronenrechner, mit Z 23 einen Transistorenrechner. 1957 wurde der Firmensitz nach Bad Hersfeld verlegt; zwei Jahre später brachte die Firma den Graphomat heraus, eine lochstreifengesteuerte Zeichenmaschine. Für seine Verdienste erhielt Konrad Zuse 1966 eine Honorar-Professur für Computertechnologie an der Universität Göttingen; drei Jahre später übernahm die Siemens AG seine Firma.

1981 war er der erste Preisträger des nach ihm benannten Konrad-Zuse-Preises. Zuse starb am 18. Dezember 1995 im hessischen Hünfeld.

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