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Flughunde

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Hinterindische FlughundeHinterindische Flughunde

Flughunde, Unterordnung der Fledertiere mit mehr als 150 Arten. Sie sind die nächsten Verwandten der Fledermäuse.

Flughunde besiedeln die Tropen und Subtropen Afrikas, Asiens und Australiens. Ihre Kopfrumpflängen variieren von etwa 5 bis 40 Zentimeter, ihre Gewichte von gut zehn Gramm bis zu anderthalb Kilogramm. Zu den kleinsten Flughunden gehören die asiatischen Langzungen-Flughunde der Gattung Macroglossus. Einer der größten Flughunde ist der südostasiatische Kalong, der eine Flügelspannweite von etwa 1,7 Metern erreicht.

Der Kopf der größeren Flughunde ähnelt dem eines Hundes oder Fuchses; die Augen sind relativ groß. Flughunde haben im Gegensatz zu Fledermäusen in der Regel nicht nur am Daumen eine Kralle, sondern auch am zweiten Finger. Die Schwanzwirbelsäule ist weitgehend reduziert oder fehlt völlig. Eine Schwanzflughaut ist nur rudimentär ausgebildet; die Armflughäute sind ähnlich entwickelt wie bei den Fledermäusen. Flughunde verlassen sich zur Orientierung vor allem auf ihren Gesichtssinn und Geruchssinn. Höhlen bewohnende Flughunde der Gattung Rousettus nutzen allerdings in völliger Dunkelheit ähnlich wie Fledermäuse das Prinzip der Echoortung: Sie erzeugen mit der Zunge im Hörbereich des Menschen liegende Klicklaute und werten deren Echo aus.

Flughunde ruhen allein oder in Gesellschaften unterschiedlicher Größe an Ästen oder Blättern oder in Felshöhlen; manche beziehen an Gebäuden Quartier. Flughunde sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und leben weitestgehend herbivor (Pflanzen fressend): Sie ernähren sich vorwiegend von Früchten, manche von Blütenblättern, Nektar und Pollen. Die Früchtefresser spielen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Samen, Nektar- und Pollenfresser bei der Bestäubung. Manche Röhrennasen-Flughunde fressen offenbar neben Früchten auch Insekten. Einige Flughundarten verursachen in Obstplantagen wirtschaftliche Schäden.

Trächtige Weibchen versammeln sich zu so genannten Wochenstuben-Gesellschaften, in denen sie ihre Jungen gebären und aufziehen. Flughundweibchen bringen nach einer Tragzeit von etwa drei bis fünf Monaten in der Regel einmal im Jahr nur ein Junges zur Welt. Für Flughunde wurde ein maximales Lebensalter von 30 Jahren nachgewiesen. Die Bestände vieler Arten sind rückläufig: Flughunde leiden unter der Zerstörung ihrer Lebensräume und werden vom Menschen als Schädlinge verfolgt, in manchen Regionen aber auch verzehrt.

Systematische Einordnung: Flughunde bilden die Unterordnung Megachiroptera der Ordnung Chiroptera. Langzungen-Flughunde werden in der Systematik als Macroglossini bezeichnet. Der Kalong heißt zoologisch Pteropus vampyrus. Röhrennasen-Flughunde bilden die Gattungen Nyctimene und Paranyctimene.

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