Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse SperlingeEnzyklopädieartikel
Sperlinge, Familie der Sperlingsvögel aus der Unterordnung der Singvögel. Die weit verbreitete Familie der Sperlinge umfasst gut 30 Arten bis etwa 15 Zentimeter großer, zumeist vorwiegend braun oder grau gefärbter Vögel. Die gesellig lebenden Sperlinge bewohnen vor allem offene Lebensräume, als Kulturfolger sind sie häufig in Siedlungsbereichen bzw. im ländlichen Raum anzutreffen. Sperlinge ernähren sich von Samen, zur Brutzeit auch von Insekten und anderen Wirbellosen, manche sind Allesfresser. Einige Arten können in der Landwirtschaft Schäden anrichten. Die oftmals kuppelförmigen Grasnester der Sperlinge befinden sich meist in Gebäude- oder Felsnischen oder in Baumhöhlen, manchmal auch offen in Bäumen. Die drei bis sieben weißlich oder rosa gefärbten Eier sind fein gemustert; sie werden 12 bis 15 Tage bebrütet. Die Nestlingszeit dauert 15 bis 24 Tage. Der ursprünglich aus Eurasien stammende, meist in Siedlungen anzutreffende Haussperling ist heute nahezu weltweit verbreitet; in Mitteleuropa sind seine Bestände rückläufig. Er brütet hier bis zu vier Mal im Jahr, die durchschnittliche Gelegegröße beträgt fünf Eier. Der in Mitteleuropa vor allem auf Grund landwirtschaftlicher Intensivierung ebenfalls im Rückgang begriffene Feldsperling ist von Westeuropa bis Japan verbreitet; in den USA und in Australien wurde er (ebenso wie der Haussperling) eingebürgert. Er ist sowohl in landwirtschaftlich genutzten Gebieten und Städten als auch in Wäldern anzutreffen. Auch der vom westlichen Südeuropa über die Alpen bis zur Mongolei verbreitete Schneefink, der in Mitteleuropa Gebiete oberhalb der Baumgrenze bewohnt, gehört zur Familie der Sperlinge. Der Steinsperling ist von den Kanarischen Inseln über den Mittelmeerraum bis China verbreitet, früher kam er auch in Mitteleuropa vor. Er bewohnt Dörfer, Ruinen und steinige Hänge. Das Gefieder beider Geschlechter ähnelt dem eines weiblichen Haussperlings, das Männchen des Steinsperlings hat jedoch einen gelben Kehlfleck. Ebenfalls mediterran verbreitet ist der Weidensperling, dessen Männchen zur Brutzeit am Kopf kastanienbraun und an der Brust schwarz gefärbt ist. Seine Grasnester haben einen seitlichen Eingang, sie befinden sich – oft kolonieweise – in Gebäuden, Gärten oder Storchennestern. Zur Übernachtung können Weidensperlinge riesige Gesellschaften in kleinen Wäldern oder im Schilf bilden. Ungeklärt ist die systematische Stellung des Italiensperlings, der in Norditalien, Südostfrankreich und in der Schweiz vorkommt: Er galt bislang zumeist als Unterart (geographische Rasse) des Haussperlings oder des Weidensperlings, scheint aber eher eine stabile Hybridform zwischen diesen beiden Spezies bzw. eine eigene Art zu sein. Systematische Einordnung: Sperlinge bilden die Familie Passeridae der Ordnung Passeriformes. Der Steinsperling heißt zoologisch Petronia petronia, der Weidensperling Passer hispaniolensis. Der Italiensperling gilt heute am ehesten als Hybride mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Passer x italiae.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |