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Windows Live® Suchergebnisse XerophytenEnzyklopädieartikel
Xerophyten (griechisch xeros: trocken; phyteia: Pflanze), an trockene Lebensräume angepasste Pflanzen. In Trockengebieten lebende Pflanzen können dem deutschen Botaniker und Ökologen Heinrich Walter (1898-1989) zufolge hinsichtlich ihres Wassermanagements folgendermaßen eingeteilt werden: Eine grundlegende Unterscheidung besteht zunächst zwischen Sukkulenten und Xerophyten. Sukkulenten wie Kakteen speichern in vielfältiger Weise Wasser; Xerophyten sind dagegen eine ökologische Gruppe, deren Arten keine morphologischen Strukturen zur Wasserspeicherung besitzen. Nach Walter gibt es drei Gruppen von Xerophyten: Malakophyllen (griechisch malakos: weich) sind für semiaride Gebiete typisch. Sie besitzen weiche Blätter, die in Dürrezeiten welken und gegebenenfalls abgeworfen werden, so dass nur junge Knospen erhalten bleiben, die beim Einsetzen von Regen neu austreiben. Zu dieser Kategorie zählen Zistrosen und viele Korb- und Lippenblütler. Sklerophyllen (griechisch skleros: hart) besitzen harte, kleine Blätter, die ihre Transpiration stark einschränken können. Durch die Versteifungen in den Blättern welken diese nicht und werden dadurch auch nicht mechanisch beschädigt. Zu dieser Kategorie gehören die immergrünen Eichen und Ölbaume. Die dritte Gruppe von Xerophyten sind die Stenohydren (griechisch stenos: eng), die bei Wassermangel sofort ihre Spaltöffnungen schließen (siehe Pflanzen: Abschlussgewebe) und bei weiter anhaltender Dürre auch geschlossen halten. Durch die fehlende Aufnahme von Kohlendioxid geraten sie dadurch jedoch in einen Mangelzustand, der zum Abwerfen von Blättern und Sprossteilen führt. Für diese Pflanzen ist es lediglich entscheidend, die Dürrezeit – in welchem Zustand auch immer – zu überleben. Beim nächsten Regen treiben sie dann wieder grün aus. Diese Strategie verfolgen viele nichtsukkulente Wolfsmilchgewächse. Einer anderen Einteilung zufolge werden auch die Sukkulenten unter den Xerophyten eingeordnet.
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