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Windows Live® Suchergebnisse ActionfilmEnzyklopädieartikel
Actionfilm, Sammelbegriff für besonders handlungsreiche Filme, in denen spektakuläre Kampf-, Schieß- und Verfolgungsszenen dominieren. Der Actionfilm ist kein eigenständiges Kinogenre, er umfasst vielmehr die Genres Abenteuerfilm (mit seinen Untergattungen Mantel-und-Degen-, Ritter-, Piraten-, Kriegs-, Katastrophen-, Sciencefictionfilm und Roadmovie), Kriminalfilm (mit Detektiv- und Gangsterfilm), Horrorfilm, Thriller und Western. Da die ursprüngliche Attraktion des Kinofilms ja gerade in der Wiedergabe spektakulärer Bewegung liegt, ist der Actionfilm so alt wie das Kino selbst. Schon während der Stummfilmzeit entstanden in Europa mit der Fantomas-Serie von Louis Feuillade (1913-1915) oder Fritz Langs Dr. Mabuse, der Spieler (1922) Vorläufer des Actionkinos. In Amerika ging die Herausbildung des Actionfilms in dieser Zeit stärker mit der Entwicklung der Komödie einher: Die Filme von Charlie Chaplin, Buster Keaton oder Harold Lloyd können als frühe Vertreter der Komödie und zugleich des Actionfilms angesehen werden. Mit seinen Komödien, Abenteuer- und Gangsterfilmen wurde der amerikanische Regisseur Howard Hawks mit Bringing Up Baby (1938; Leoparden küßt man nicht) und The Big Sleep (1946; Tote schlafen fest) zum wichtigsten Vertreter des tempo- und aktionsreichen Films der dreißiger und vierziger Jahre. In den fünfziger Jahren setzte der japanische Regisseur Akira Kurosawa besonders bezüglich der formalen Gestaltung neue Akzente: Die perfekt getimten und von Großaufnahmen und Zeitlupeneffekten unterstützten Kampfszenen etwa in Shichinin no Samurai (1954; Die sieben Samurai) bilden das Vorbild für die meisten heutigen Filme. Besonders der Italiener Sergio Leone mit Per un pugno di dollari (1964; Für eine Handvoll Dollar) und C’era una volta il West (1968; Spiel mir das Lied vom Tod) sowie der Amerikaner Sam Peckinpah (The Wild Bunch – Sie kannten kein Gesetz, 1969; Getaway, 1972) ahmten Kurosawas stilisierte Darstellung von Gewalt nach. Der moderne Actionfilm ist, wie bei den Terminator-Filmen von James Cameron (1984/1991), oft durch den Einsatz von aufwendiger Computeranimations-Technik gekennzeichnet. Auffällig ist, dass viele Werke (z. B. Steven Spielbergs Indiana-Jones-Reihe, 1981/1983/1988, oder die Die Hard-(Stirb-langsam-)Filme von John McTiernan, 1988/1990/1995) wieder zur Komödie tendieren. Stars des neueren Actionfilms sind u. a. Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone, Bruce Willis und Jean-Claude Van Damme.
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