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Adelbert-von-Chamisso-Preis

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Adelbert von ChamissoAdelbert von Chamisso

Adelbert-von-Chamisso-Preis, deutscher Literaturpreis. Mit ihm wird ein Autor nichtdeutscher Herkunft für ein deutschsprachiges literarisches Werk ausgezeichnet.

Der Adelbert-von-Chamisso-Preis wird jährlich an einen Schriftsteller nichtdeutscher Muttersprache und Herkunft verliehen, der mit einem deutschsprachigen literarischen Werk – gleich welcher Gattung – einen bedeutenden Beitrag zur deutschen Literatur geleistet hat. Benannt ist er nach dem Schriftsteller Adelbert von Chamisso, der 1792 aufgrund der Französischen Revolution von Frankreich nach Deutschland gekommen war und historisch betrachtet einer der prominentesten Vertreter einer solchen „deutschen Literatur fremdkultureller Prägung” ist. Mit dem literarisch und kulturpolitisch begründeten Preis soll das Zusammenleben von Deutschen und Ausländern gefördert werden. Der Preis wird nur für bereits veröffentlichte Werke vergeben; über den Preisträger entscheidet eine unabhängige Jury. Verliehen wird der Adelbert-von-Chamisso-Preis von der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart. Er ist mit 15 000 Euro dotiert. Daneben werden bis zu zwei Förderpreise vergeben, deren Preisgeld jeweils 7 000 Euro beträgt; hier finden auch unveröffentlichte Texte Berücksichtigung. Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt jährlich auf der Frankfurter Buchmesse; die feierliche Verleihung findet jeweils im Februar in München statt.

Der Adelbert-von-Chamisso-Preis wurde 1984 von der Robert Bosch Stiftung und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ins Leben gerufen und zunächst von diesen beiden Institutionen gemeinsam vergeben; seit 2006 verleiht die Robert Bosch Stiftung den Preis alleine. Er wurde 1985 erstmals vergeben; erster Preisträger war Aras Ören (1985). Zu den weiteren Ausgezeichneten zählen u. a. Ota Filip (1986), Libuše Moníková (1991), Rafik Schami (1993), György Dalos (1995), Emine Sevgi Özdamar (1999), Said (2002), Feridun Zaimoğlu (2005) und Magdalena Sadlon (2007). Seit 1997 vergibt die Stiftung zudem in unregelmäßigen Abständen eine (nicht dotierte) Ehrengabe zum Adelbert-von-Chamisso-Preis an Persönlichkeiten, „die durch ihr Lebenswerk in besonderer Weise im Sinne des Chamisso-Preises gewirkt haben”. Mit dem Ehrenpreis wurden u. a. Imre Kertész (2001) und Harald Weinrich (2002) ausgezeichnet.

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