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Artikulation

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Querschnitt durch den menschlichen SprechapparatQuerschnitt durch den menschlichen Sprechapparat

Artikulation (lateinisch articulare: „deutlich sprechen”, auch lateinisch articulus: „kleines Glied”, daher „Gliederung”), die Erzeugung von Sprachlauten.

Unter Artikulation im weiteren Sinne versteht man die Gesamtheit aller untereinander koordinierten und synchronisierten Bewegungen, die der Erzeugung von Sprachlauten dienen; im engeren Sinne die Menge der Bewegungen der Artikulatoren (Zunge, Lippen, Kiefer, Gaumensegel) in der Mund- und Nasenhöhle. Generell wird die Artikulation in drei Teilbereiche, die so genannten Funktionskreise, unterteilt: Der erste Funktionskreis, die Atmung, liefert durch Kontraktion und Entspannung der Atmungsmuskulatur die für die Lautbildung notwendige Luft. Im Funktionskreis der Phonation wird die Luft durch die im Kehlkopf befindlichen Stimmlippen (Stimmbänder) geleitet. Durch deren Vibration wird der in seiner Frequenz variable Rohschall erzeugt. Dieser wird im dritten Funktionskreis (Artikulation im engeren Sinne) im Mund- und Nasenraum durch geeignete, größtenteils unbewusst gesteuerte Bewegungen der Artikulatoren gefiltert: Durch die Form- und Lageveränderung der Artikulatoren ändert sich die Resonanzfrequenz der Mund- bzw. Nasenhöhle, der Rohschall wird moduliert. Der entstehende komplexe Klang wird als Sprachlaut wahrgenommen.

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