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Windows Live® Suchergebnisse Hermann MüllerEnzyklopädieartikel
Hermann Müller (1876-1931), Politiker (SPD), Reichskanzler (1920 und 1928-1930). Müller wurde am 18. Mai 1876 in Mannheim geboren. 1893 trat er der SPD bei, übernahm 1899 die Redaktion der sozialdemokratischen Görlitzer Volkszeitung, kam 1906 in den Parteivorstand und war von 1919 bis 1927 einer der Vorsitzenden der SPD. Von 1916 bis 1918 und von 1920 bis 1928 war er Mitglied des Reichstages, und von 1920 bis 1928 führte er die Reichstagsfraktion der SPD. Als Außenminister (1919/20) unterzeichnete er am 28. Juni 1919 den von der Nationalversammlung unter Vorbehalt gebilligten Versailler Vertrag. Nach dem Kapp-Putsch leitete er von März bis Juni 1920 als Reichskanzler ein Kabinett der Weimarer Koalition. Von Juni 1928 bis März 1930 war er erneut Reichskanzler, diesmal an der Spitze der letzten vom Parlament getragenen Regierung der Weimarer Republik, des Kabinetts einer großen Koalition, das Vertreter der rechtsgerichteten Deutschen Volkspartei (DVP) einbezog. 1929 setzte er die Annahme der neuen Reparationsregelung nach dem Youngplan durch und erreichte die Räumung des Rheinlandes von französischer Besatzung. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise zerbrach die Regierung im Konflikt um die Erhöhung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zum Ausgleich der Haushaltsfinanzen. Müller starb am 20. März 1931 in Berlin.
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