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Mumie

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Howard Carter untersucht eine ägyptische MumieHoward Carter untersucht eine ägyptische Mumie

Mumie (aus arabisch für Erdharz), vor Verwesung geschützter Leichnam. Die Mumifizierung entsteht entweder auf natürliche Weise (z. B. durch Austrocknung oder durch völligen Luftabschluss und chemische Einwirkungen der natürlichen Umgebung bei Moorleichen) oder durch verschiedenste künstliche Verfahren. Die bewusste und beabsichtigte Erhaltung des Leichnams im Rahmen ausgedehnter Totenkulte und Ahnenverehrung wird bzw. wurde in vielen Weltgegenden ausgeübt (Indien, Indonesien, in großen Teilen Afrikas, Australiens und Ozeaniens, aber auch in Süd- und Mittelamerika).

Im alten Ägypten ist die Mumifizierung von Toten seit dem Beginn des 3. Jahrtausends v. Chr. nachzuweisen. Man reinigte den Körper und entfernte Gehirn, Herz und Eingeweide, die gesondert beigesetzt wurden. Der Leichnam wurde dann mit Natron eingerieben und getrocknet, nach einigen Wochen gewaschen und in mit Harz getränkte Binden und Kräuterbündel eingepackt, anschließend bandagiert und geschmückt. Weitere Verfahren der Mumifizierung (z. B. in Südamerika) sind das Trocknen, Räuchern und Salzen des Leichnams, bisweilen wird nur die Haut oder der Kopf aufbewahrt und behandelt. Ein modernes Verfahren der Mumifizierung ist das Einspritzen der Fäulnis hemmenden Lösung Formalin in das Gefäßsystem.

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